Werder könnte heute auf das Sturm-Duo Di Santo/Petersen setzen

Volle Kraft voraus?

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Seite an Seite auch gegen Hoffenheim? Franco Di Santo (r.) ist gespannt, wie es mit Nils Petersen (l.) als Sturmpartner laufen würde. ·

Bremen - Ob Robin Dutt beide von Anfang an bringt? Charme hätte es ja schon, wenn Nils Petersen und Franco Di Santo endlich einmal Seite an Seite stürmen würden.

Bisher standen die beiden Angreifer lediglich 38 Minuten gemeinsam auf dem Platz – beim 1:4 in Mönchengladbach. Es folgten Verletzungen, eine Sperre. Doch heute könnte es klappen. Werder Bremen tritt um 15.30 Uhr bei 1899 Hoffenheim an – und gegen die 30-Gegentore-Abwehr der Kraichgauer darf man auch mal mutig sein. Oder, Herr Dutt?

Natürlich lässt der Werder-Coach nicht erkennen, welchen Plan er verfolgt. Aber an einem System mit zwei Stürmern hat er in der vergangenen Woche schon einmal Gefallen gefunden. Beim 2:3 gegen Mainz 05 bildeten Franco Di Santo und der erst 18-Jährige Davie Selke das Offensiv-Duo. Di Santo würde es für eine gute Idee halten, nun den Versuch mit dem von einem Innenbandanriss frisch genesenen Petersen zu starten. „Klar würde ich gerne mit ihm zusammenspielen, weil ich auch glaube, dass wir uns gut ergänzen würden. Wir müssen es auf jeden Fall mal probieren.“

Natürlich müssen sie. Aber genauso natürlich ist es, dass es Bedenken und Einwände gibt, schon in Hoffenheim mit der vollen Offensiv-Power anzutreten. Denn Petersen kann nach fünf Wochen Pause und nur drei Tagen Mannschaftstraining noch nicht auf dem optimalen Leistungsstand sein. Vielleicht vollzieht sich die Zusammenkunft der beiden Bremer Spitzen deshalb erst im Laufe der Partie. Möglich auch, dass Dutt von der Zwei-Stürmer-Variante wieder abweicht, um auf Nummer sicher zu gehen und einen ähnlichen Fehlstart wie gegen Mainz (0:2 nach 17 Minuten) zu vermeiden. Immerhin ist Hoffenheims Offensive mit Roberto Firmino, Kevin Volland und Anthony Modeste beinahe so treffsicher wie die Abwehr löchrig ist. Die TSG hat bislang 28 Tore erzielt (Werder 15) und 30 kassiert (Werder 23).

Klar ist, dass Franco Di Santo in jedem Fall zur Startformation zählen wird. Und der Argentinier hofft auf eine Fortsetzung dessen, was ihm in der Schlussphase der Mainz-Partie geglückt war: erst ein Assist für Eljero Elia, dann sein eigener erster Treffer in der Bundesliga. „Sehr, sehr wichtig“ seien diese Erfolgserlebnisse für sein Selbstbewusstsein, sagt der 24-Jährige, dessen Start bei Werder tatsächlich alles andere als erbauend war. Erst jetzt, in der Endphase der Hinrunde, steht der Neuzugang wirklich zur Verfügung. Und die Scorerpunkte gegen Mainz sollen nur der erste Schritt in für ihn und für Werder erfolgreiche Wochen gewesen sein. Seinen Neustart bewertet er jedenfalls nur als teilweise gelungen: „Ich bin ein Spieler, der immer denkt, dass er noch mehr geben kann. Ich habe mich auf dem Platz zwar wohl gefühlt, aber noch nicht zu hundert Prozent die Leistung gebracht, die ich bringen kann. Das war ganz klar so. Doch mit jedem Spiel werde ich besser in den Rhythmus kommen.“

Und wenn es erstmal richtig flutscht, will er Werder frühzeitig von allen Abstiegssorgen befreien. Denn wenn Franco Di Santo nach dem Abstieg aus der Premier League mit Wigan Athletic in der vergangenen Saison auf eines keine Lust hat, dann auf eine erneute Saison im Tabellenkeller. „Abstiegskampf? Nein, solche Gedanken gehen mir nicht durch den Kopf, damit setze ich mich überhaupt nicht auseinander“, behauptet Di Santo und findet, alle anderen sollten es genauso machen. Wer – wie zuletzt Verteidiger Assani Lukimya – dennoch öffentlich vom Abstiegskampf spricht, muss mit einem Besuch von Di Santo rechnen. „Ich werde“, kündigt der Optimismus-Missionar und Gute-Laune-Beauftragte lachend an, „mal mit Luki sprechen und ihn überreden, dass er mit seiner Meinung total falsch liegt.“ Ein Sieg in Hoffenheim käme ihm dabei als Argumentationshilfe ganz gelegen. · csa/kni

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