Auch Rosenberg bleibt zu Hause

Volle Besetzung, aber Schaaf siebt Sieben aus

MARKUS ROSENBERG bleibt ratlos daheim. Der Schwede wurde nicht für die Aufgabe in Bochum nominiert.

Bremen -Von Carsten Sander. Es gab gestern Seltenes zu bestaunen in Bremen. Nein, nicht den Freimarktumzug, der tobt schließlich jeden Herbst durch die Stadt. Das Außergewöhnliche geschah auf dem Peterswerder, wo von Pauken und Trompeten nur noch sehr schwach etwas zu hören war.

Es landete zwar kein Ufo auf dem Trainingsgelände von Werder Bremen, aber als Thomas Schaaf seine Spieler zum letzten Training vor der Bundesliga-Partie heute (17.30 Uhr) beim VfL Bochum bat, zählte er eins, zwei, drei . . . 21, 22, 23 Spieler! Jawohl, volle Besetzung bei Werder Bremen. Niemand mehr im Krankenstand, keiner verletzt – das kommt tatsächlich nur alle Jubeljahre vor.

Wortkarge Erklärung

Umso mehr erstaunt es, dass der Trainer nach der Abschlusseinheit erneut nur 16 statt der erlaubten 18 Spieler für die Dienstfahrt ins Ruhrgebiet in den Bus bat. Gleich sieben Akteure blieben zu Hause.

Gründe? Vielfältig. Dass Jurica Vranjes, Dusko Tosic und Said Husejinovic nicht dabei sind, ist schon normal. Verständlich auch, dass die nach Verletzungspausen gerade erst ins Teamtraining zurückgekehrten Hugo Almeida und Sebastian Prödl nicht erwählt wurden. Beiden fehlt noch die Wettkampfhärte. Dass Daniel Jensen dagegen nach einem Monat im Trainingsbetrieb und einem Länderspieleinsatz für Dänemark immer noch nicht berücksichtigt wird, verwundert. Richtig erstaunlich ist aber, dass Schaaf heute freiwillig auf Markus Rosenberg verzichtet. Der smarte Schwede kann vor dem Fernseher statt auf der Ersatzbank Platz nehmen.

„Ich nominiere nach dem, was ich sehe“, begründete Thomas Schaaf seine Entscheidung wortkarg und blieb weitere Erklärungen schuldig. Aber auch so hatte er genug gesagt. Rosenberg zu schlapp in den Spielen und zu schlapp im Training – das ist es, was Schaaf so deutlich nicht sagen wollte. Am Donnerstag gegen Austria Wien hatte der Coach den Stürmer noch eine halbe Stunde spielen lassen. Es war Rosenbergs vierte Chance in Folge; er blieb jeweils ohne Durchschlagskraft.

Die Verbannung deutete sich gestern schon während des Trainings an. Beim Abschlussspiel A-Elf gegen B-Elf fehlte Rosenberg, absolvierte stattdessen Sprintübungen am Rande. „Der Trainer hat gesagt, ich soll das machen. Warum weiß ich nicht. Ich fühle mich fit“, sagte der Stürmer und zuckte mit den Schultern. Ratlos blieb er zu Hause.

Die 16 Auserwählten rüsteten sich dagegen für eine Partie, die eine Fortsetzung der Erfolgsserie in der Bundesliga bringen soll. Fünf Spiele in Folge ohne Gegentor, zuletzt drei Siege in Serie – und Bochum soll den vierten bringen. Die Fehler, die sich am vergangenen Donnerstag beim 2:2 in der Europa League bei Austria Wien eingeschlichen hatten, müssen dafür allerdings schnell abgestellt werden. „In Wien“, führte Abwehrspieler Per Mertesacker aus, „hat uns in der zweiten Halbzeit vor allem die läuferische Einstellung gefehlt. Drei Tage sollten aber reichen, um das zu verstehen und es wieder besser zu machen.“

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