Vize-Kapitän verkündet seinen Abschied

Prödl: Tschüss, Bremen! Hallo, Besiktas?

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Sebastian Prödl

Bremen - Aus, Schluss, vorbei: Sebastian Prödl wird Werder Bremen am Saisonende definitiv verlassen. Das verkündete der Vize-Kapitän gestern Abend in einem offenen Brief an die Fans auf seiner Facebook-Seite. Er wolle „eine neue Herausforderung“ annehmen, schrieb der 27-Jährige, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft. Welchen Clubnamen diese Herausforderung tragen wird, ließ er aber offen. Im Gespräch ist nach wie vor Besiktas Istanbul.

Prödl hatte schon vor einiger Zeit Verhandlungen mit dem türkischen Spitzenclub bestätigt. Und gestern zitierte das türkische Internetportal „Fotomac“ Berater Mihat Halis von der Agentur „Stars & Friends“, zu deren Klienten Prödl gehört, mit der Aussage: „Prödl könnte zu Besiktas wechseln. Es sieht gut aus.“

Bosporus statt Bremen? Fakt ist bislang nur, dass Prödl Werder nach sieben Jahren verlassen wird. Und die von ihm veranstaltete Party am Samstagabend, die er noch als „private Veranstaltung“ zu tarnen versucht hatte (wir berichteten), war wohl von Anfang an als großes Abschiedsfest von der Wahlheimat und dem SV Werder geplant gewesen. Er werde „immer sehr dankbar und stolz sein, dass ich für so einen Verein spielen durfte“, erklärte Prödl: „Ich hatte eine fantastische Zeit bei Werder.“

Seit er 2008 von Sturm Graz an die Weser gewechselt war, absolvierte der Innenverteidiger 174 Pflichtspiele für die Bremer. Sein größter Erfolg war der Gewinn des DFB-Pokals 2009. Dass sich die Wege am Saisonende trennen würden, hatte sich schon in der Winterpause angedeutet. Jannik Vestergaard kam von 1899 Hoffenheim – und es stellte sich schnell heraus, dass Werder mit dem Dänen sowie Alejandro Galvez und Assani Lukimya im Abwehrzentrum gut und ausreichend besetzt ist. Auch ohne Prödl.

Vertragsgespräche zwischen dem Club und dem bisherigen Abwehrchef, der zu den Besserverdienern im Kader gehört und das auch bleiben wollte, führten folglich nicht weit. Nur wenn Werder die Europa League erreichen sollte, hätte es eine Chance auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gegeben, hieß es zuletzt.

Aber darauf lässt sich Sebastian Prödl nun nicht mehr ein. Am Samstag wird er vor der Partie gegen Borussia Mönchengladbach, dem letzten Heimspiel der Saison, gemeinsam mit Davie Selke und Koen Casteels von der Werder-Geschäftsführung verabschiedet.

csa

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