Werder Bremen gegen Darmstadt 98

Schlüsselspieler im Schlüsselspiel

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Bremens Jannik Vestergaard (2.v.r.) wird einer der Schlüsselspieler sein.

Bremen – Der Abstiegskrimi gegen Darmstadt 98 ist für Werder Bremen ein Schlüsselspiel. Historisch heimschwache Bremer treffen auf auswärtsstarke Aufsteiger, die zwar gegen Bayern und Bayer, aber noch nie drei Spiele in Folge verloren haben. Viele Statistiken sprechen für die Gäste, auf dem Rasen aber werden die Akteure entscheidend sein. Besonders diese.

Zlatko Junuzovic

Zuletzt stand „Zladdi“ auf dem Abstellgleis, seit dem 5. Februar startete er nicht mehr. Das nervt den Österreicher, am trainingsfreien Montag schob er Sonderschichten und ballerte aufs Tor. Gegen Darmstadt spielt er für Skripnik wieder eine Schlüsselrolle: „Er ist ein wichtiger Spieler, der uns retten kann.“ Er ist nicht nur der talentierteste Spieler im Bremer Zentrum, sondern nach den Ausfällen von Philipp Bargfrede (Meniskusriss) und Clemens Fritz (Sprunggelenk) auch der erfahrenste. Er muss dem Team die Kreativität zurückgeben, die es gegen Ingolstadt vermissen ließ. Gegen die Doppel-Sechs der „Lilien“ dürfte er allerdings einen schweren Stand haben. Jérôme Gondorf und Gelbkönig Peter Niemeyer verkörpern die oft „eklige“ Spielweise Darmstadts, wegen der sie kaum angenehmer zu spielen sind als Ingolstadt.

Sambou Yatabaré

Nach seiner Sperre kam Yatabaré gegen Ingolstadt endlich zu einem Kurzeinsatz. Jetzt muss „die kleine Maschine“ (Eichin) von Beginn an ran. Die defensiven Mittelfeldspieler Fritz und Bargfrede fehlen verletzt, das Experiment mit dem jungen Lukas Fröde ist gescheitert. Beim Debüt auf der rechten Außenbahn zeigte er Licht und Schatten. Seine energische Spielweise wirkte belebend, sein ungestümes Foul, das zum Elfmeter führte, besiegelte die Niederlage. Baut er auf die guten Ansätzen auf, kann er das Werder-Spiel antreiben.

Jannik Vestergaard

Vestergaard gehört zurück ins Abwehrzentrum. Im Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen war Skripniks taktischer Kniff, ihn ins defensive Mittelfeld vorzuziehen, ein Erfolgsgarant. Danach funktionierte es nicht mehr, Vestergaard fehlt der Sinn für die Offensive. Der 1,99-Meter-Mann ist als Nebenmann von Papy Djilobodji wichtiger. Als kopfballstärkster Bremer wird er bei den gefährlichen Darmstädter Flanken und Standards (Innenverteidiger Aytac Sulu traf bereits fünfmal) im eigenen Strafraum gebraucht.

Sandro Wagner

Ausgerechnet Sandro Wagner, der Ex-Bremer, schoss im Hinspiel mit seinen ersten beiden Saisontoren Werder ab und sorgte für den einzigen 98er-Heimsieg. Jetzt befindet er sich in der besten Form seiner Karriere, erzielte fünf Tore in sechs Spielen. Wagner nutzt seine kräftige Statur als Wandspieler, über den sich die Darmstädter aus der Defensive befreien, torgefährlich wird er aber vorwiegend nach Hereingaben von außen. Er ist nicht nur ein starker Kopfballspieler, sondern glänzte zuletzt auch mit seinem Instinkt für den zweiten Ball. Schlafen die Bremer wie beim 0:1 in Ingolstadt, wird der Stürmer zuschlagen.

Luca Caldirola

Die Bremer Leihgabe spielte eine starke Hinrunde als Innenverteidiger. Trotzdem wurde er von Dirk Schuster auf die linke Abwehrseite versetzt, weil Fabian Holland und Júnior Diaz dort nicht überzeugt hatten. Dafür rückte Slobodan Rajkovic ins Zentrum. Durch die Umstellung schlichen sich aber auch Fehler ein. „Das ein oder andere Abstimmungsproblemchen war schon mal da in den Spielen“, sagte Dirk Schuster nach der Niederlage gegen Schalke 04, in dem Caldirola vor dem 0:2 eine Abseitsstellung aufhob. Auch auf der rechten Abwehrseite muss Schuster umstellen, für den verletzten Gyögy Garics wird Mittelfeldspieler Florian Jungwirth in die Elf rücken. Die fehlende Erfahrung der Darmstädter Außenverteidiger muss Werder ausnutzen.

Überzeugen Werders Schlüsselspieler gegen Darmstadt, dann stehen die Chancen auf den zweiten Sieg im Weserstadion gut. Schaffen sie das nicht, wird im Anschluss aber nur über eine Person diskutiert werden: Trainer Viktor Skripnik.

ch

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