Skripnik hat keine Angst vor der Pokalfalle

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Viktor Skripnik stellt die Werder-Uhren um.

Bremen - Von Nils Bastek und Gerald Fritsche. Der neue Werder-Coach Skripnik steht gleich im ersten Spiel unter Druck. Für den klammen Traditionsclub ist ein Weiterkommen im DFB-Pokal Pflicht.

Schon an seinem dritten Arbeitstag wartet auf Viktor Skripnik eine Stolperfalle. Doch anstatt nervös und hektisch blickt der neue Werder-Coach der ersten Prüfung auf der großen Fußball-Bühne mit Gelassenheit entgegen. „Ich bin froh, dass es direkt losgeht. Da haben die Spieler keine Zeit, über unsere Situation nachzudenken“, sagte der Ukrainer vor dem DFB-Pokalspiel am Dienstagabend (19.00 Uhr) beim Chemnitzer FC.

Ein Aus beim ambitionierten Drittligisten wäre für die angeschlagenen Bremer nicht nur sportlich, sondern vor allem wirtschaftlich ein Rückschlag. „Wir müssen eine Runde weiterkommen, weil das für uns natürlich auch ein finanzieller Aspekt ist. Das ist für den Verein eine enorm wichtige Runde“, sagte Manager Thomas Eichin und erhöhte den Druck auf den neuen Coach.

Den ehemaligen Profi lässt die brisante Situation, in die sich der Tabellenletzte der Bundesliga manövriert hat, zumindest äußerlich kalt. Der 44-Jährige mit der Halbglatze und den tiefblauen Augen trägt seine Ideen nicht laut und aufdringlich vor. Vielleicht benötigen sie an der Weser genau diesen ruhigen Charakter.

Ein Sieg beim Tabellenvierten der 3. Liga soll für Skripnik und seinen Assistenten Torsten Frings der erste Schritt in eine bessere Zukunft werden. „Das ist wie ein Angstgegner, weil jeder erwartet, dass wir hoch gewinnen“, erklärte er seine Sicht der Dinge: „Aber ich erwarte, dass meine Jungs mit breiter Brust auf den Platz gehen werden.“

Werder sollte gewarnt sein: In der ersten Runde schossen die defensivstarken Sachsen bereits den FSV Mainz 05 aus dem Pokal. 1992 schaltete der damalige Zweitligist im Viertelfinale schon einmal die Bremer aus und zog sensationell ins Halbfinale ein. Im Werder-Sturm wirbelte vor 22 Jahren unter anderem Marco Bode, der sich als neuer Aufsichtsratsboss nun ebenfalls für seinen ehemaligen Mitspieler Skripnik ausgesprochen hatte.

Sorgen vor dem Trainer-Effekt haben die Sachsen zwar nicht. Trainer Karsten Heine, dessen Team mit nur acht Gegentoren die mit Abstand beste Abwehr aller Drittligisten stellt, stapelt dennoch tief. „Die Kräfteverhältnisse sind klar verteilt, aber wir wollen die Chance, die wir nicht haben, nutzen“, sagte Heine.

Erstes Training unter Skripnik

Trotz kurzer Eingewöhnungszeit könnte Skripnik am Dienstag für die erste Überraschung sorgen. Jeder Spieler werde bei ihm eine neue Chance bekommen, betonte der bisherige U23-Coach. Gut möglich, dass auch der unter Robin Dutt ausgebootete Ludovic Obraniak in Chemnitz erstmals in dieser Saison zur Startelf gehören wird. „Alle sind gespannt auf den neuen Trainer und haben trainiert wie Kaninchen. Jeder hat versucht, keine Fehler zu machen“, erklärte Skripnik grinsend. dpa

Das sind Viktor Skripnik und Torsten Frings

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