Viktor Skripnik war vor seiner Bundesliga-Premiere als Werder-Coach nervös.

Der Trainer mag es ehrlich

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Viktor Skripnik war vor seiner Bundesliga-Premiere als Werder-Coach nervös.

Bremen - Als Viktor Skripnik in Mainz mal wieder zu seiner stoischen Ruhe am Spielfeldrand gefragt wurde, da musste der neue Werder-Coach schmunzeln. „Was man von außen so sieht“, meinte der 44-Jährige und gestand: „Ich war echt nervös.

Aber ich wollte das nicht zeigen, damit meine Mannschaft nicht denkt, dass der Trainer zittert.“ Zehn Jahre nach seinem letzten Bundesliga-Spiel als Profi sei es eine ganz besondere Rückkehr für ihn gewesen – eine erfolgreiche dazu. „Man kann sagen, dass es läuft. Aber das ist vielleicht nur eine emotionale Reaktion der Mannschaft auf den Trainerwechsel. Jeder will sich präsentieren. Aber jeder sieht unsere Defizite, und wir wissen das. Wir arbeiten akribisch und wollen unsere Situation auch spielerisch verbessern“, kündigte Skripnik an.

Gestern schickte er seine Stammspieler zum Auslaufen und schaute beim Trainingsspiel der Reservisten ganz genau hin. Schließlich waren da so prominente Kicker wie Nils Petersen und Eljero Elia dabei, die es nicht in den 18er-Kader für das Mainz-Spiel geschafft hatten. „Sie haben auch Qualität“, betonte Skripnik: „Wir sitzen alle in einem Boot, aber ich muss nun einmal Entscheidungen treffen.“ So auch im Fall Levent Aycicek (20), der seinen Posten als Spielmacher für Ludovic Obraniak (29) räumen musste. „Ein Bundesliga-Spiel in Mainz ist etwas anderes als ein Pokalspiel gegen einen Drittligisten. Ludovic ist erfahrener“, erklärte Skripnik.

Für heute Morgen hat er seine Spieler in den Kraftraum bestellt – dann geht es zum Laufen in den Bürgerpark. In guter alter Thomas-Schaaf-Tradition. Die Parallelen sind eben unverkennbar. Skripnik lässt Raute spielen, steht im Trainingsanzug am Spielfeldrand – und gibt auch mal völlig unerwartete Antworten. So erwiderte er auf die Klassikerfrage, ob er sich vor 18 Jahren erträumt habe, nun Werder-Trainer zu sein: „Natürlich, ich habe an nichts anderes gedacht.“

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Woran er nun gerade wirklich denkt, sagte der 44-Jährige kurz darauf: „Ich freue mich auf Dienstag – auf unseren freien Tag.“ Denn die letzten Tagen seien schon sehr intensiv und „neu für mich“ gewesen. Entwaffende Ehrlichkeit – selten geworden im Fußball-Geschäft. kni

 

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