Podiumsdiskussion in Bremen wird zum Gleichklang der Interessen / Alles Gute für „Sky“

Vier Köpfe, eine Meinung: Pay-TV muss sein

Sie diskutierten nicht, sie hatten alle das Gleiche zu sagen: Valerien Ismael, Klaus Allofs, Moderator Erich Laaser, Tom Bender und Ludwig Evertz (v.l.).

Werder-Bremen - Von Petra PhilippsenBREMEN · Das Geschäft Fußball boomt in Deutschland, doch wie lange noch?

Eine heikle Überlegung mit durchaus Potenzial für kontroverse Debatten, doch wenn sich eine Podiumsdiskussion mit illustren (und gleichgesinnten) Gästen wie dem Geschäftsführer der Deutschen Fußball-Liga, (DFL) Tom Bender, Werders Sportdirektor Klaus Allofs, dem Ex-Profi Valerien Ismael und Radio-Bremen-Sportchef Ludwig Evertz mit dieser Fragestellung beschäftigt, dann durfte man keine großen Überraschungen erwarten. Auf Einladung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) wurde am Montagabend in der Sparkasse am Brill dann auch weniger über das Zusammenspiel von Medien und Fußball im Hinblick auf die finanzielle Zukunft debattiert, denn man war sich schnell einig.

Ein wenig Wehmut darüber, dass früher doch alles einfacher war beim Produkt Fußball, konnten weder die Protagonisten noch die interessierten Journalisten im Saal verhehlen. Dennoch lobte Bender schnell die stetig steigenden Zuschauerzahlen in den Stadien und die europaweit niedrigsten Eintrittspreise. „Die jetzigen Anstoßzeiten sind das Maximale, was dem Fan zugemutet werden kann“, fügte er hinzu. Man habe sich den Wünschen des Pay-TV beugen müssen. Und das Pay-TV war es dann auch, dem auf dem Podium fortwährend gehuldigt wurde. „Wir müssen hoffen, dass ,Sky‘ überlebt“, sagte selbst der öffentlich-rechtliche Evertz eindringlich, „denn nur mit Free-TV lässt sich Fußball nicht mehr finanzieren.“ Der Zusammenbruch des Medien-Imperiums von Leo Kirch scheint längst vergessen, selbst die globale Finanzkrise tangiert nicht mehr. „Sky“ genießt das volle Vertrauen, mögen die Gerüchte um finanzielle Probleme des Konzerns von Rupert Murdoch noch so hartnäckig sein. „Ich wünsche mir einen entspannteren Umgang mit Pay-TV. Für tolle Berichterstattung muss man eben bezahlen“, betonte Allofs. Das Fazit des Abends schien simpel: Geht es „Sky“ gut, geht es auch dem Fußball in Deutschland weiterhin gut. Die Frage nach dem wie lange blieb offen.

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