Schaaf verlangt jetzt volle Konzentration auf das Heimspiel heute gegen Freiburg

Viele Hindernisse auf dem Weg heraus aus der Krise

Mit Leib und Seele auf das Freiburg-Spiel fokussiert: Trainer Thomas Schaaf.

Von Arne Flügge (Eig. Ber.) · Eine Vielzahl verletzter Spieler in den vergangenen Wochen, erneut zahlreiche Abstellungen zu den Nationalmannschaften während der Länderspielpause und zu guter Letzt auch noch die flammenden Diskussionen über zum Teil eingefrorene Spielergehälter – alles Störfaktoren, die der primären Aufgabe von Werder Bremen, einen Weg aus der sportlichen Krise zu finden, gewiss nicht förderlich sind.

Und daher fordert Trainer Thomas Schaaf, jetzt allen unnötigen Ballast abzuwerfen und sich ganz auf das Bundesliga-Heimspiel heute (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg zu konzentrieren. „Wir stehen für ein Top-Niveau. Dort müssen wir wieder hinfinden“, sagt Schaaf.

Beim 3:2 gegen den HSV und zuletzt beim 2:2 in Leverkusen hat der 49-Jährige bereits positive Ansätze gesehen. Vor allem in der Partie in Leverkusen „haben wir einen erheblichen Schritt nach vorn getan“, weiß der Bremer Coach: „Diesen Weg müssen wir jetzt weitergehen und die Leistungen auch mit positiven Ergebnissen untermalen.“

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Im Klartext: Alles andere als ein Sieg heute wäre für Schaaf eine Riesenenttäuschung. Mit nur acht Punkten aus sieben Spielen müssen die Bremer als Tabellen-13. schon das Fernglas herausholen, um Spitzenreiter Mainz (21) in Sichtweite zu bekommen. „Wir haben bereits so viele Punkte liegen gelassen. Wir müssen jetzt endlich unsere Spiele gewinnen, damit der Abstand nicht noch größer wird“, fordert Rechtsverteidiger Clemens Fritz, der wie Claudio Pizarro, Tim Borowski und Kapitän Torsten Frings nach überstandener Verletzungspause wieder fit ist. „Damit haben wir praktisch wieder den Kader zusammen, den wir gegen den HSV hatten“, sagt Frings, „deswegen ist mir auch nicht bange.“ Die Rückkehr des Quartetts stimmt auch Schaaf froh: „Wir gewinnen dadurch wieder an Optionen und Qualität.“

Dass der Gegner heute Freiburg heißt, müsste den Bremern eigentlich gelegen kommen. 6:0, 4:1, 6:0, 4:0 – das ist Werders beeindruckende Bilanz aus den vergangenen vier Spielen gegen die Breisgauer. Freiburg ist sozusagen der Bremer Lieblingsgegner. Doch die Vorzeichen sind diesmal andere. Während Werder versucht, den Kopf aus der Krisenschlinge zu ziehen, kommt der Gegner als Tabellenfünfter mit breiter Brust und dem besten Saisonstart aller Zeiten ins Weserstadion. „Deswegen können wir nicht davon ausgehen, dass wir sie auch diesmal so hoch schlagen“, mutmaßt Fritz, dem die Höhe eines Sieges auch völlig wurscht ist. „Hauptsache, wir holen die drei Punkte. Das ist im Moment das Wichtigste.“

Die Spielweise der Freiburger könnte Werder aber in die Karten spielen. Die Breisgauer werden „zwar nicht blind nach vorne rennen, dennoch ihrer Linie treu bleiben“, vermutet Schaaf. Was heißt: Freiburg spielt gerne mit, stellt sich nicht nur hinten rein. Das könnte Werder die nötigen Räume eröffnen – und damit auch den Weg aus der sportlichen Krise.

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