Werder-Sportchef Eichin bestätigt das Interesse des Werksclubs an Sokratis

Viel Lärm wegen Leverkusen

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Leverkusen, Juve, Florenz und Dortmund – Sokratis ist heiß begehrt. Er behauptet aber: „Ich weiß gar nichts.“ ·

Bremen - Die Sache ist ernst: Bayer Leverkusen will Werder Abwehrchef Sokratis wegkaufen und hat die Bremer offenbar bereits offiziell informiert. „Ich habe von dem Interesse gehört“, bestätigte Bremens Sportchef Thomas Eichin gestern erstmals den Leverkusener Vorstoß.

Der Werksclub bietet 8,5 Millionen Euro Ablöse für Sokratis, dessen Vertrag in Bremen bis 2016 datiert ist. Allerdings ist Bayer nicht der einzige Interessent. Auch die italienischen Top-Clubs Juventus Turin und AC Florenz haben den Griechen auf der Liste. Bei Champions-League-Finalist Borussia Dortmund gibt es ebenfalls Planspiele mit Sokratis.

Am weitesten ist aber Bayer Leverkusen. Weil der aktuelle Bundesliga-Dritte die Qualifikation für die Champions League so gut wie sicher hat, muss er personell aufrüsten. Wie es scheint, hat sich Sportchef Rudi Völler bei seinem Bremer Kollegen Eichin kein generelles Nein abgeholt. Der Werder-Manager erklärt Sokratis nicht grundsätzlich für unverkäuflich, sagt nur, dass er sich „momentan“ nicht mit einem Transfer des Vorzeige-Profis beschäftigt. Der Kampf um den Klassenerhalt habe eben oberste Priorität und würde keine Störgeräusche vertragen. So gesehen ist die Bestätigung des Leverkusener Interesses kurz vor dem Kellerduell mit 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, Weserstadion) kontraproduktiv.

Denn wenn es um Sokratis geht, bleibt es nicht beim Geräusch, dann lärmt es gewaltig. Sokratis selbst ist deshalb stark bemüht, seine Zukunft in diesen Tagen nicht zum Thema zu machen. Er gibt vor, auf beiden Ohren taub zu sein, und tut, als ob nichts wäre. „Ich habe keinen Kontakt zu Leverkusen und weiß gar nichts“, sagt der 24-Jährige.

Wie es für ihn nach der Saison weitergeht, ob er Werder Bremen verlassen wird – im Frühling 2013 ist das für ihn angeblich der Schnee von morgen. „Wir stecken mit Werder in einer schwierigen sportlichen Situation, nur darauf konzentriere ich mich. Im Moment müssen hier alle dafür sorgen, dass der Verein nicht absteigt. Erst danach kommen die persönlichen Dinge“, erklärt der Innenverteidiger.

Aber er lässt auch durchblicken, dass sein Verbleib in Bremen keineswegs in Stein gemeißelt ist: „Nach der Saison haben wir zwei, drei, vier Wochen Zeit, um die Dinge zu regeln.“

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Sokratis wird dann einiges zu sortieren haben. Anfragen von hier, Angebote von dort – er ist heiß begehrt. Der designierte italienische Meister Juventus Turin will mit Sokratis die personellen Alternativen für die Dreier-Abwehrkette erweitern, der AC Florenz, aktueller Tabellenvierter muss sich wie Leverkusen für eine eventuelle Saison in der Königsklasse rüsten. Und Borussia Dortmund sucht nach adäquatem Ersatz, falls Nationalspieler Mats Hummels tatsächlich zum FC Barcelona und Felipe Santana zu Schalke 04 wechseln sollten.

Alle Clubs bieten, was Sokratis will: das internationale Geschäft. Er hat die Champions League stets zu seinem Ziel erklärt und damit seine Zukunft in Bremen quasi automatisch infrage gestellt. Aktuell redet er aber nicht über Leverkusen, Turin, Florenz oder Dortmund, sondern nur über Hoffenheim. „Ich denke nur an dieses eine Spiel, dieses Finale. Wir spielen um alles. Niemand hat da an etwas anderes zu denken – und fertig.“ · csa

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