Viel Arbeit? „Dann muss ich da sein“

Wiedwald und sein kühler Respekt

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Werder-Schlussmann Felix Wiedwald gibt sich keiner Illusion hin: „Gegen Bayern die Null zu halten, wird schwierig.“

Bremen - Der Samstag hält für Felix Wiedwald zwei Möglichkeiten bereit: Entweder glühen gegen den FC Bayern seine Torwarthandschuhe oder es glüht das Tornetz.

Zu erwarten, dass es anders, also besser, läuft für den Schlussmann des SV Werder, wäre angesichts des bisherigen Saisonverlaufs vermessen. „Die Null zu halten, wird schwierig“, sagt der 25-Jährige, zeigt aber keinerlei Regungen wie Angst oder Panik. Dabei kann einem Torwart schon mal der Schreck in die Knochen fahren, wenn die, die da auf einen zukommen, bislang alle anderen Gegner planiert haben. 5:1 gegen Wolfsburg, 5:1 gegen Dortmund – das sind fraglos Ergebnisse zum Fürchten, die die Bayern da geliefert haben. Wiedwalds Reaktion ist aber nur unterkühlter Respekt. „Wenn da viel Arbeit auf mich zukommen sollte, muss ich da sein“, sagt er.

Obwohl der Werder-Keeper aktuell seine erste Saison als Nummer eins in der Bundesliga spielt, hat er schon Erfahrungen mit den Bayern gesammelt. Keine guten natürlich. Am 2. Februar 2014 feierte er gegen die Münchner als Einwechselspieler sein Erstliga-Debüt, damals noch für Eintracht Frankfurt. 0:4 stand es, als Wiedwald nach 77 Minuten ins Spiel kam, 0:5 hieß es am Ende. Nur einen Treffer kassiert, das ging noch. Vier waren es dann beim zweiten Vergleich – und Thomas Müller wurde am 8. November 2014 zum Alptraum für Wiedwald, den Vertreter von Kevin Trapp im Eintracht-Tor. Drei Mal traf Weltmeister Müller und ließ den damaligen Eintracht-Keeper frustriert zurück. Wiedwald: „Das 0:4 war enttäuschend. So viele Gegentore zu bekommen, ist nicht schön.“

Eine Wiederholung am Samstag ist nicht auszuschließen. Auch wenn Felix Wiedwald auf einen positiveren Verlauf hofft: „Die Bayern sind das Maß aller Dinge. Aber gegen die beste Mannschaft der Liga will sich jeder zeigen, holt noch ein paar Prozente mehr heraus. Vielleicht können wir ein gutes Spiel machen und Selbstvertrauen daraus ziehen – selbst wenn wir am Ende knapp verloren haben sollten.“

csa

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