Vestergaard verspricht: Fehler wie gegen Wolfsburg passieren so schnell nicht wieder

Ein Ausreißer, kein Rückfall

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Jannik Vestergaard (li.) und Sebastian Prödl – zwei, die sich noch finden müssen.

Bremen - Nur fünf Gegentore in den ersten fünf Partien der Rückrunde, dann fünf Gegentore allein gegen den VfL Wolfsburg – da stellt sich die Frage: Was war am Sonntag bloß mit der Werder-Defensive los? Speziell zwischen der 48. und 53. Minute, als die Gäste mit drei Treffern die Partie drehten, ging nichts bei den Bremern. Ein Rückfall in alte und schon überwunden geglaubte Zeiten? Nein, versprach Innenverteidiger Jannik Vestergaard: „Es war kein mannschaftliches Problem. Es waren dumme Situationen. Diese Gegentore werden so nicht in jedem Spiel passieren. Aber diesmal haben wir alle Fehler gemacht.“

Und wie: Keeper Raphael Wolf beim 1:1, Janek Sternberg beim 2:2, Vestergaard beim 3:3, Prödl beim 3:4 – mindestens ein Bremer patzte immer. Dazu kam die gnadenlose Effektivität der Wolfsburger. „Ich kann mich nicht erinnern, dass die eine Chance vergeben hätten“, meinte Vestergaard. Die Statistik bestätigte: Der VfL schoss nur sechs Mal aufs Bremer Tor – der einzige Versuch, der nicht im Netz landete, war ein Naldo-Freistoß. Aber sich allein hinter der Qualität des Gegners zu verstecken, ist Vestergaard dann doch zu einfach. „Wir haben die fünf Chancen auch zugelassen. Daran müssen wir arbeiten.“

Vor allem müssen sich der Däne und Sebastian Prödl noch finden. Die Partie am Sonntag war ihre Premiere als Innenverteidiger-Paar – und obwohl der Fünferpack nicht für die neue Kombination spricht, sagt Vestergaard, dass die Zusammenarbeit ganz normal und reibungslos gewesen sei: „Ich hatte mit Basti als Nebenmann das gleiche Gefühl wie mit den anderen auch.“

Und Prödl selbst? Der Österreicher wollte gestern nicht über seinen ersten Startelf-Einsatz nach fast drei Monaten Verletzungspause und die fünf Gegentore sprechen. Letzteres übernahm Vestergaard und verteidigte wie zuvor auch schon Coach Skripnik („Sich hinten reinzustellen, ist nicht das, wie wir Fußball spielen wollen“) die offensive Gangart mit erhöhtem Risikopotenzial in der Defensive. „Wir hatten das Gefühl, dass wir mit Wolfsburg mithalten konnten, deshalb haben wir uns nicht zurückgezogen. Wir dachten, dass mehr drin war für uns.“

Letztlich setzte es aber die Saisongegentore 45 bis 49 – das ist zwar der Top-Wert der Liga, aber nicht das ganz große Problem für Trainer Viktor Skripnik. Er sieht es so: Stimmt der Tabellenplatz, ist alles andere egal: „Und wir sind Neunter – das ist ein Platz, den die Hälfte der Liga gerne hätte.“ Auch wieder wahr.

csa

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