Vestergaard schon ein Startelf-Kandidat

Skripnik braucht keinen Sechserpack

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Schon an seinem ersten echten Werder-Tag gab Jannik Vestergaard selbstbewusst Anweisungen.

Bremen - Normalerweise können Trainer ja nie genug Auswahl haben, doch zu viele Spieler für eine Position bringen auch Probleme. „Das ist schon eine Baustelle“, sagt Viktor Skripnik zu den nun sechs Innenverteidigern in seinem Kader und fügt noch an: „Ich bin kein Freund einer Extra-Trainingsgruppe.“

Dorthin müsste der Werder-Coach nämlich den einen oder anderen Abwehrspieler verbannen, um vernünftig trainieren zu können. „Ich brauche keine sechs Innenverteidiger“, stellt Skripnik klar: „Aber alle haben einen Vertrag, ich kann niemanden rausschmeißen.“ Aber der Trainer kann sanften Druck ausüben, indem er hervorhebt: „Jeder hat seine Karriere, jeder hat noch Zeit zu entscheiden.“ Übrigens bis Montag, dann schließt das Transferfenster – zumindest in Deutschland.

Wechselkandidat Nummer eins ist Luca Caldirola. Einige italienische Clubs sollen interessiert sein – auch Lazio Rom, der Verein von Miroslav Klose. Denkbar ist zudem eine Ausleihe von Oliver Hüsing. Der 21-Jährige soll auf keinen Fall verkauft werden. Assani Lukimya, dessen Vertrag erst im Sommer bis 2017 verlängert wurde, soll nicht unbedingt weg, darf aber bei einem guten Angebot gehen. Abwehrchef Sebastian Prödl ist noch verletzt und deshalb nicht auf dem Markt. Genauso wenig wie der erstarkte Alejandro Galvez – und wie natürlich auch Jannik Vestergaard.

Der Zwei-Millionen-Einkauf aus Hoffenheim ist sogar schon ein Kandidat für die Startelf am Sonntag beim Rückrundenauftakt gegen Berlin. „Wir haben ihn geholt, damit er uns sofort hilft“, betont Skripnik und fügt noch vielsagend an: „Jeder Spieler braucht ein paar Tage, um sich einzufinden, und wir haben ja noch ein paar Tage für ihn.“ Der 1,99 Meter große Däne sei genau der Typ gewesen, „den wir wollten. Er ist jung, hat trotzdem viel Bundesliga-Erfahrung, und er spricht Deutsch. Wir hätten auch jemanden aus Südamerika holen können, aber dann weißt du nie, ob das wirklich passt.“

Das ist Werder Bremens Neuzugang Jannik Vestergaard

Beim internen Testspiel gestern Nachmittag hinterließ Vestergaard einen ordentlichen Eindruck. Der 22-Jährige hatte natürlich die Lufthoheit, ging ordentlich dazwischen, ließ sich aber auch mal von Nachwuchsmann Marcel Hilßner vernaschen. Skripnik wollte das noch nicht bewerten. Der Coach wird aber genau hingeschaut haben und weiterhin beobachten, ob er am Sonntag noch einmal wie gegen Dortmund Lukimya als Prödl-Ersatz vertraut oder den neuen Riesen sofort bringt.

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