Vestergaard kann sich heute für Dänemark festspielen

Eine Minute reicht schon

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Heute wird Jannik Vestergaard wahrscheinlich ein „richtiger“ dänischer Nationalspieler.

Bremen - Für Jannik Vestergaard löst sich heute ein Problem. Wahrscheinlich jedenfalls. Der Werder-Profi steht im Aufgebot der dänischen Nationalmannschaft für das EM-Qualifikationsspiel in Portugal. Sollte er zum Einsatz kommen, wäre es zwar schon das vierte Länderspiel für den Innenverteidiger, aber das erste mit Pflichtspielcharakter. Was bedeuten würde: Vestergaard wäre ein für allemal auf die dänische Nationalelf festgelegt, ein Wechsel zum Deutschen Fußball-Bund damit vom Tisch.

Mit eben diesem hatte Vestergaard unlängst noch indirekt gedroht. Als Sohn einer deutschen Mutter und eines dänischen Vaters hatte er die Wahl und kokettierte aus Ärger über seine Nicht-Berücksichtigung bei Dänemark tatsächlich mit einer Karriere im DFB. „Es war immer ein Traum von mir, für Dänemark zu spielen. Aber ich weiß um die Möglichkeit, für Deutschland aufzulaufen, und kann mir das auch vorstellen“, hatte er gesagt.

Dänemarks Nationalcoach Morten Olsen hörte es, verstand sofort und schickte bei nächster Gelegenheit die Einladung für die Partie gegen Portugal an Vestergaard. Mit dessen Einsatz, und sei es nur für eine Minute, würden heute Fakten geschaffen. Dann gibt es kein Zurück mehr, kein Deutschland als Druckmittel. „Ich freue mich, dass ich beim Nationalteam die Gelegenheit bekomme, mich in den Vordergrund zu spielen“, sagte Vestergaard vor seiner Abreise. Und vielleicht hätte das erste Pflichtländerspiel nach den Negativerlebnissen mit Werder auch therapeutische Wirkung. „Gut wäre es, wenn ich die schlechten Erlebnisse der letzten Spiele durch positive Eindrücke ersetzen könnte – um dann mit Mut, Lust und Selbstvertrauen nach Bremen zurückzukehren.“

csa

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