Vertrag bis 2019 für den Stürmer

Perfekt! Thy kehrt zu Werder zurück

+
Nach vier Jahren beim FC St. Pauli schlüpft Lennart Thy im Sommer wieder ins Werder-Trikot.

Bremen/Hamburg - Es war der 14. August 2011, als die gerade erst gestartete Profi-Karriere des Lennart Thy eine schwere Delle bekam. Im Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen brachte der damals 19-Jährige das Kunststück fertig, freistehend aus drei Metern über das Tor zu schießen.

Folge: Werder verlor 0:1, Thy war irgendwie der Buhmann, absolvierte bis zum Saisonende nur noch eine Partie für die Bremer und wechselte schließlich frustriert zum FC St. Pauli. Ende der Geschichte? Nein, denn Thy bekommt bei Werder eine neue Chance. Gestern verkündete der abstiegsbedrohte Bundesligist die Verpflichtung des mittlerweile 23 Jahre alten Stürmers zur neuen Saison. Thy wechselt ablösefrei und erhält in Bremen einen Vertrag bis 2019. Nach Mittelfeldspieler Thanos Petsos (kommt von Rapid Wien) ist er bereits der zweite Neuzugang für die kommende Saison.

Was für die Rückholaktion sprach, versucht Sportdirektor Rouven Schröder zu erklären: „Lennart hat in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung genommen. Er verfügt trotz seines jungen Alters schon über eine gewisse Erfahrung, soll sich bei uns aber noch weiterentwickeln.“

Das wird auch nötig sein. Thy kam in der laufenden Zweitliga-Saison zwar immer als einzige Spitze zum Einsatz, erzielte in 19 Partien aber nur sechs Tore – allein vier davon beim 4:0 gegen Fortuna Düsseldorf.

Die viertplatzierten Kiez-Kicker hätten dennoch liebend gerne den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Thy verlängert. „Wir haben uns sehr bemüht, aber leider hat er unser Angebot abgelehnt und sich anders entschieden. Das müssen wir akzeptieren“, erklärte St. Paulis Sportchef Thomas Meggle.

Das ist Lennart Thy

Neben Werder sollen auch Clubs wie Celtic Glasgow, Sampdoria Genua und US Palermo an Thy interessiert gewesen sein – doch sein Ausbildungsverein machte das Rennen. „Ich möchte die Perspektive, die mir Werder bietet, gerne nutzen und habe mich daher für eine Rückkehr nach Bremen entschieden“, wird er in einer Mitteilung des FC St. pauli zitiert.

Er heuert also wieder bei jenem Club an, bei dem er zwischen 2010 und 2012 nur auf fünf Bundesliga-Einsätze (202 Minuten Spielzeit) gekommen war. Das soll sich künftig grundlegend ändern. Denn noch vor zehn Tagen hat Thy betont, wie wichtig ein Stammplatz für seine Entwicklung ist: „Wenn man regelmäßig spielt, holt man sich am Wochenende den Dampf. Ich fühle mich einfach fitter, wenn ich gespielt habe.“

csa/wie

Mehr zum Thema:

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Team Trump: Das Kabinett des künftigen US-Präsidenten

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Grande Dame des Liberalismus: Hildegard Hamm-Brücher ist tot

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Weihnachtskonzert des Rotenburger Ratsgymnasiums

Verden: Tanz macht Schule 

Verden: Tanz macht Schule 

Meistgelesene Artikel

Ein Bremer pfeift Werder

Ein Bremer pfeift Werder

Hertha BSC im Schnellcheck

Hertha BSC im Schnellcheck

Nouri kontert Petsos-Kritik

Nouri kontert Petsos-Kritik

„Das war die Wende“

„Das war die Wende“

Kommentare