WM verpasst – jetzt greift Aaron Hunt erst recht an

Erst traurig, jetzt wieder bestens gelaunt: Aaron Hunt.

Norderney (flü) · Als sich Aaron Hunt die WM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft vor dem Fernseher ansah, schwang schon ein wenig Wehmut mit. „Es hat Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen.

Sie haben herausragenden Fußball gespielt, schön und erfolgreich. Natürlich würde man gerne dabei sein“, schwärmt der Mittelfeldspieler von Werder Bremen. Und insgeheim hatte der 23-Jährige nach seinem Länderspieldebüt am 18. November gegen die Elfenbeinküste auch gehofft, noch auf den WM-Zug aufzuspringen. Doch vergebens. Bundestrainer Joachim Löw nominierte den Bremer nicht. „Ein wenig traurig war ich schon“, räumt Hunt ein, „aber ich hatte ja auch erst ein Spiel gemacht, war kurzfristig reingestoßen. Ich habe mich dann relativ schnell damit abgefunden und bin auch gut damit klargekommen.“

Aus der Enttäuschung ist mittlerweile Motivation geworden. Der Wille, unbedingt wieder zum Kreis der Nationalelf zu gehören, ist groß. „Ich denke“, sagt Aaron Hunt selbstbewusst, „ich könnte gut in diese Mannschaft reinpassen. Wir müssen abwarten, wie die Saison mit Werder für mich verläuft.“

Mit der vergangenen konnte Hunt mehr als zufrieden sein. Er spielte ein starkes Jahr, war erstmals überhaupt über eine Saison verletzungsfrei – und wurde Nationalspieler. „Dass ich endlich einmal nicht verletzt war, hat mir sehr geholfen“, weiß Hunt und formuliert seine Ziele für die kommende Spielzeit deutlich: „Ich will jetzt den nächsten Schritt machen, weiter auf diesem Niveau spielen, zur Nationalmannschaft gehören und dort auf lange Sicht eine feste Größe werden.“

Um nicht zu viel Substanz zu verlieren und um Verletzungen vorzubeugen, hat Aaron Hunt im Urlaub bereits wieder zwei Wochen lang Gas gegeben: „Ich war in Köln und habe schon viel für Ausdauer, Kraft und Stabilisation getan. Das hat sich schon im letzten Jahr bewährt.“

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