Zum Rückrundenstart gleich ein richtungsweisendes Spiel gegen Braunschweig

Verlieren verboten! Werder will die Beruhigungspille

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Trainer Robin Dutt (r.) hofft morgen auf eine Wiederholung des Hinspiels, Mittelstürmer Nils Petersen hätte gerne ein paar mehr Offensivaktionen. ·

Bremen - Auf geht‘s! Mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger und Liga-Schlusslicht Eintracht Braunschweig startet Werder Bremen morgen (15.30 Uhr) in die Bundesliga-Rückrunde. Und 36 Tage nach dem überraschenden 1:0 über Bayer Leverkusen wollen und brauchen die Bremer den nächsten Sieg. Denn die Partie „ist für uns richtungsweisend, keine Frage“, sagt Stürmer Nils Petersen.

In der Tat verzeiht der Spielplan Werder keinen Fehlstart. Bei einem Heimspiel gegen das Team, das von allen die schlechtesten Aussichten auf den Klassenerhalt hat, sind drei Punkte fest eingeplant, sind drei Punkte Pflicht. Und sie täten Werder unheimlich gut. Im Idealfall würde der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf acht Punkte, der auf die direkten Abstiegsplätze auf elf Punkte anwachsen. Das wäre eine Beruhigungspille für alle Bremer gleich zum Rückrundenauftakt.

Aber bis dahin herrscht die totale Angespanntheit – auch bei Werder-Trainer Robin Dutt. Was die Vorbereitung mit den Testspielen gegen NEC Nijmegen (0:1) und Steaua Bukarest (0:0) wert war, „kann ich letztendlich auch nur mutmaßen“, gibt der seit gestern 49-Jährige zu: „Es ist doch nach jeder Vorbereitung das Gleiche: 18 Trainer glauben, dass alles perfekt ist, neun von ihnen sind dann nach dem Abpfiff enttäuscht.“

Dutt will nicht dazugehören, Dutt will morgen ein Sieger sein. Dass der Weg dahin für seine Mannschaft nicht leicht wird, erklärt sich allein schon aus der Braunschweiger Situation. Die „Löwen“ sind auf jeden Punkt angewiesen – und sie werden kämpfen wie die „Löwen“. Dutt: „Darauf müssen wir uns einstellen, den Kampf müssen wir annehmen.“

Logisch, anders geht es auch bei Werder nicht. Denn fußballerisch brillant sind seit geraumer Zeit andere, Werder muss auch in der Rückrunde malochen. Wie beim Erfolg über Leverkusen, als elf Bremer leidenschaftlich verteidigten, und einer sogar traf. Dass diese Taktik das Rezept für die meisten Spiele der Rückrunde sein wird, steht außer Frage. Gegen Braunschweig könnte das aber zu extremer Langeweile führen – befürchten jedenfalls Mittelfeldmann Philipp Bargfrede („Braunschweig wird bestimmt nicht angreifen“) und Angreifer Petersen: „Wenn sich beide nur belauern, wird es wohl lange 0:0 stehen.“

Wie im Hinspiel. Werder erzielte in Person von Zlatko Junuzovic erst nach 82 Minuten das Siegtor, besiegte so nicht nur die Eintracht, sondern auch die Anfangsnervosität. „Wenn es diesmal wieder so laufen sollte, würde ich das sofort unterschreiben“, meint Dutt. Aber er weiß auch, dass die Eintracht von heute nicht mehr die Eintracht von damals ist. „Die Mannschaft“, glaubt der Werder-Coach, „hat in der Hinrunde dazugelernt und in der Vorbereitung nochmal einen Schritt nach vorne gemacht.“

Und was hat Werder getan? Auf jeden Fall kein Tor geschossen. Das fällt als erstes auf. Nils Petersen ist als Mittelstürmer natürlich nicht glücklich damit, weiß aber auch, welches Programm in Bremen derzeit aktiviert ist: „Erstmal müssen wir versuchen, die Null zu halten und dann die wenigen Aktionen nutzen, die wir haben.“ So weit die Theorie. Morgen folgt die Praxis. · csa/ck

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