Bei Schlusslicht FC Augsburg will Werder eine Serie starten / Allofs erhöht den Druck

Verlieren verboten!

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Pflichtsieg in Augsburg? Davon zu sprechen, wäre vermessen, meint Werder-Coach Thomas Schaaf. ·

Bremen - Wenn nicht jetzt, wann dann? Werder Bremen gastiert heute (20.30 Uhr) beim noch sieglosen Bundesliga-Schlusslicht FC Augsburg – und es kann für diese Partie nur eine Maxime geben: Siegen! Alles andere wäre eine Enttäuschung.

Trainer Thomas Schaaf sieht es im Grunde ähnlich. Gleichwohl setzt er sich nicht auf das hohe Ross der Überheblichkeit. „Von uns wird sicher mehr erwartet als von Augsburg. Unser Anspruch ist es auch, dort zu gewinnen. Aber wir können nicht einfach sagen, dass ein Sieg Pflicht ist“, erklärt der 51-Jährige: „Wir haben in den vergangenen Spielen schließlich auch nicht alles richtig gemacht.“

Stimmt schon. Beim FC Augsburg muss allerdings schon sehr gründlich gesucht werden, um die Dinge zu finden, die bei der Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl gut funktionieren. Normalerweise findet Schaaf beim Videostudium des Gegners immer Eigenschaften, die er als Stärke hervorheben kann, um zu warnen. Gestern nicht. Der FCA habe „noch nicht zu Rhythmus und Geschlossenheit“ und zur Form der vergangenen Rückrunde gefunden. So kann man es auch formulieren, wenn ein Team in sechs Spielen nur zwei Tore erzielt hat.

Logisch, dass der Erfolgsdruck in Augsburg noch größer ist als in Bremen. „Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Ein Sieg wäre richtig gut für den Kopf“, betont Weinzierl.

Das gilt allerdings auch für die Bremer. Das gewiss nicht leichte Anfangsprogramm mit Spielen gegen Dortmund, Bayern, Hannover liegt hinter dem Team, die Zwischenbilanz weist sieben Zähler aus. „Nur sieben Zähler, sagt Werder-Chef Klaus Allofs: „Trotzdem können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen. Aber den Optimismus und das Vertrauen in die Mannschaft müssen wir jetzt auch mit Punkten untermauern.“ Stürmer Nils Petersen spricht gar von einer Punkteflut: „Wir müssen jetzt eine richtige Serie starten.“

Allofs wünscht gutes Gelingen und erhöht zum Antrieb sachte den Druck auf die junge Mannschaft, nimmt den Welpenschutz von ihr. „Auf der einen Seite haben wir Verständnis für Fehler. Auf der anderen Seite erwarten wir auch, dass sie so schnell wie möglich erfolgreich ist. Die Ausrichtung ist zwar, mittelfristig wieder in Europa vertreten zu sein. Aber es ist nicht verboten, es schneller zu schaffen“, sagt Allofs. Verboten ist nur, heute zu verlieren. · csa/kni

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