Aber Allofs nimmt Silvestre in Schutz / Borowski ausgepfiffen

Ein Tag zum Vergessen

Das Gesicht spricht Bände: Linksverteidiger Mikael Silvestre.

Bremen (flü) · Nein, es war wirklich nicht sein Tag. Mikael Silvestre stand gegen Mainz komplett neben sich. Vor dem 0:1 war er zu langsam, vor dem 0:2 wollte er Risse Abseits stellen.

Das gelang ihm zwar, wurde von Schiri Markus Schmidt aber nicht geahndet. Silvestre setzte nicht nach, das Unheil nahm seinen Lauf. Auch sonst produzierte der 33-jährige Linksverteidiger eine Reihe von Fehlpässen, hatte Stellungsfehler. Ungewohnt für einen Mann mit seiner Klasse und Erfahrung.

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Doch Klaus Allofs wehrte sich dagegen, seinen Neuzugang jetzt zum alleinigen Sündenbock abzustempeln. „Wenn du neu in eine Mannschaft kommst, die dann plötzlich nicht funktioniert, ist es schwer“, sagte der Werder-Sportdirektor: „Er hat sicherlich kein gutes Spiel gemacht, aber man kann nicht erwarten, dass er gleich der Fels in der Brandung ist, auch wenn er noch so viele Jahre auf dem Buckel hat.“ Zudem hätten dem Franzosen auch oft die Anspielstationen gefehlt. Allofs: „Dann passiert der erste Fehler, und es kommen noch konditionelle Probleme hinzu.“

Die hohe Belastung durch die drei Spiele und die beiden harten Trainingwochen nach seiner Verpflichtung sei auch an Silvestre nicht spurlos vorbeigegangen. „Wenn Sebastian Boenisch nicht verletzt wäre, hätte man vielleicht mal wechseln können, um ihn vernünftig aufzubauen, so wie wir es gegen Mainz mit Wesley getan haben“, sagte Allofs: „Daher muss ich Mikael einmal ausdrücklich in Schutz nehmen.“

Während die Fans bei Silvestre noch ein Nachsehen hatten, entlud sich der Zorn der Anhängerschaft wieder einmal über Tim Borowski. Der Mittelfeldspieler vergab in der 52. Minute die größte Bremer Chance, als er freistehend an 05-Keeper Christian Wetklo scheiterte. Daraufhin wurde er von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Bei seiner Auswechslung gab’s sogar hämischen Applaus. Äußern wollte sich „Boro“ dazu gestern nicht.

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