„Werder bewegt – lebenslang“ bündelt soziale Aktivitäten unter einem Dach

Der Verantwortung stellen

Willi Lemke bedankt sich bei den jungen Werder-Fans der Grundschule An der Gete für den Empfang mit Werder-Flaggen. ·

Bremen - Von Viviane Reineking. „Werder bewegt – lebenslang“: Unter einer neuen Dachmarke bündelt Werder Bremen sein gesellschaftliches Engagement und Projekte, mit denen der Bundesligist seine soziale und ökologische Verantwortung wahrnehmen möchte. Zehn prominente Botschafter sollen sie bekannt machen.

Jan Delay und Schauspieler Matthias Brandt werben künftig für das Projekt „Lebenslang tolerant“, Otto Rehhagel ist „Lebenslang aktiv“, Jürgen Trittin (Grüne) und Dr. Werner Brinker (EWE) „Lebenslang umweltbewusst“ sowie TV-Koch Rainer Sass „Lebenslang gesund“. Thomas Schaaf und Marco Bode stehen – natürlich – für „Lebenslang grün-weiß“, Werders Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke und Ex-Profi Frank Baumann dagegen für „Lebenslang hilfsbereit“ – Persönlichkeiten, die dem neuen Werder-Konzept des ganzheitlichen sogenannten „Corporate Social Responsibility“ (CSR) ein Gesicht geben sollen. Etwas mehr als eine Million Euro lässt sich der Verein laut Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer diese soziale Verantwortung kosten.

Werder bewegt lebenslang

„Werder bewegt – lebenslang“

Als erster Bundesligist, so Werder, werden bestehende Initiativen ebenso wie neue Projekte für mehr Transparenz unter der CSR-Dachmarke des Vereins und Unternehmens Werder Bremen gebündelt. Beim Heimspiel am Sonntag, 11. März, stellen die Grün-Weißen ihren Fans das Konzept mit einem Film vor.

Das erste Projekt, „100 Schulen – 100 Vereine“, wurde 2002 auf die Beine gestellt. Mittlerweile umfasst es 220 Schulen und Vereine, 35 Grundschulen und 25 Kindergärten. Insgesamt arbeitet der Verein mit rund 350 Projektpartnern im Bereich CSR zusammen, heißt es. Die „Werder-bewegt“-Projekte in den sechs Themenbereichen reichen von der „Windel-Liga“ über Ferienprogramme bis zu „60 plus“.

In kooperierenden Kindergärten und Grundschulen werden die Motorik und Koordination, aber auch emotionale und soziale Fähigkeiten von Kindern bis zehn Jahren in der Ballschule gefördert. „Den Gegner zustellen, Passspiel abfangen, Lücken erkennen – diese allgemeinen Fähigkeiten können sie später in allen großen Ballsportarten anwenden“, erklärte gestern Übungsleiter und Werder-Mitarbeiter Arne Dreyer, der durch Werders Unterstützung in Grundschulen eine zusätzliche Doppelstunde Sport unterrichtet. Vor Vertretern von Presse, Werder und Botschafter Rainer Sass – er will als Botschafter für eine gesundere Ernährung in die Schulen gehen und das Stadion-Essen auf den Prüfstand stellen – zeigten seine Schützlinge, wie solche Übungen mit dem Ball in der Praxis aussehen.

Rund 150 000 Menschen bewegt Werder nach eigenen Angaben mit seinen gesellschaftlichen Projekten, darunter seit kurzem auch im Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte: Dort gibt Michael Arends Fußballtraining für blinde und sehbehinderte Schüler. Dank einer integrierten Rassel können sie den Ball mit dem Gehör verfolgen und auf Zuruf bewegen.

„Es ist wichtig, dass sich Vereine den gesellschaftlichen Verpflichtungen stellen. Wir müssen etwas zurückgeben und wollen damit ‚Danke’ sagen“, so Fischer gestern Mittag zur Enthüllung einer Straßenbahn im „Werder-bewegt“-Outfit.

http://www.werder-bewegt.de

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