Ignjovski: „Das gibt mir mehr Motivation“

Vaterglück und Vertragsgespräche

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Zu seinem perfekten Glück fehlt Aleksandar Ignjovski jetzt nur noch ein neuer Vertrag bei Werder Bremen.

Bremen - Spätestens jetzt hat sich das Leben von Aleksandar Ignjovski vollends verändert: Nach der Geburt von Töchterchen Mila am Samstag führte Werders Mittelfeldspieler noch ein weitgehend ruhiges Leben als Strohwitwer, aber am Dienstag kehrte Ehefrau Jovana mit dem gesunden Nachwuchs aus dem Krankenhaus heim.

Die Nacht zu gestern verlief daher – wen wundert's – „ein bisschen unruhig“, gibt „Iggy“ schmunzelnd zu: „Jetzt bin ich etwas müde, obwohl das meiste meine Frau macht.“

Allerdings: Auch Windeln wechseln kann Werders Allrounder: „Ich hab‘s gestern ausprobiert, es ist kein Problem.“

Die Dreisamkeit daheim, so hat der 22-Jährige bereits festgestellt, wirke sich auch positiv auf seine Form und Fitness aus – Schlafentzug hin oder her: „Ich bin sehr glücklich, dass alles gut gelaufen ist – das gibt mir zusätzliche Motivation, noch mehr zu machen.“

Einen weiteren positiven Nebeneffekt hat sein Trainer Robin Dutt bei frisch gebackenen Familienvätern ausgemacht: „Solche Spieler werden reifer, übernehmen mehr Verantwortung – in der Mannschaft und außerhalb des Platzes.“

Tugenden, die Ignjovski trotz seiner jungen Jahre schon immer mitbrachte. Jüngstes Beispiel: Am Samstag auf Schalke wollte er lieber spielen, obwohl seine Frau schon in den Wehen lag und Dutt ihn deshalb anstandslos hätte abreisen lassen. Stattdessen kam „Iggy“ noch zu einem Kurzeinsatz, ehe er hinterher nach Bremen ins Krankenhaus abdüste. „Durch seine Zweikampfstärke ist ,Iggy‘ einer, der ins Team reingehört“, lobt Dutt den 22-Jährigen. Umso mehr trauert der Chefcoach noch dessen verletzungsbedingtem Ausfall nach dem seiner Meinung nach „sehr guten Spiel“ beim HSV im September hinterher: Der Muskelfaserriss bedeutete zwei Partien Zwangspause und eine weitere auf der Bank.

Dennoch verstrich die Zeit nicht ungenutzt: Erste Gespräche mit Sportchef Thomas Eichin über eine Verlängerung seines bis Sommer 2014 laufenden Vertrags hat er bereits geführt, und „ich bin optimistisch“, verrät der Mittelfeldmann. „In der nächsten Zeit“ wollen sich beide wieder zusammensetzen, sagt „Iggy“. Er selbst hat sich bereits entschieden: „Es wäre gut für mich, wenn ich bleiben dürfte. Ich fühle mich wohl in dieser Stadt und diesem Verein.“ ck

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