„Hardcore-Behandlung“ soll Torwart auf die Beine bringen

Vander: Sechs Stunden lang täglich am Tropf

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Der Behandlungsraum im Klinikum Bremen Mitte wird für Christian Vander in dieser Woche fast zum Zuhause. Seit heute hängt der Torwart von Werder Bremen sechs Tage lang sechs Stunden am Stück (!) am Tropf. Eine Infusions-Therapie, die der 29-Jährige selbst als „Hardcore-Behandlung“ bezeichnet, soll helfen, ihn möglichst schnell wieder fit zu bekommen.

Seit über vier Wochen ist der Keeper nun verletzt. Zuletzt war er am 14. März beim 2:0-Erfolg in Hoffenheim im Bremer Aufgebot. Dann die Diagnose: Schambeinentzündung. „Die Schmerzen in den ersten Wochen waren unerträglich. Jetzt weiß ich, wie sich Schmerzpatienten fühlen müssen“, erzählt Vander.

Vergangene Woche bekam er dann eine Spritze in den Knochen. „Das hat zwar noch einmal höllisch wehgetan“, erinnert sich der Torhüter, „aber glücklicherweise sind diese permanenten Schmerzen dann endlich verschwunden.“ Was keineswegs Entwarnung bedeutet, wie Vander sagt, „aber es ist allein schon vom Kopf her ein gutes Gefühl, wenn du nicht immer diese Angst haben musst, dass die Schmerzen gleich wiederkommen.“

Mit der Infusions-Therapie soll der Heilungsprozess nun beschleunigt werden. „Ich

n„Ich vermisse es,

nmich auszupowern“

hoffe zumindest, dass es klappt“, sagt Vander. Bei einer derartigen Verletzung klammere man sich ja an jeden Strohhalm, wie der Torwart meint, „schließlich will ich so schnell wie möglich wieder gesund werden“.

Am liebsten würde Christian Vander noch in dieser Saison auf den Trainingsplatz zurückkehren, obwohl „die Ärzte das als nicht so realistisch einschätzen“, wie Werders Nummer zwei aus den Gesprächen mit der medizinischen Abteilung entnommen hat. „Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es fehlt mir einfach, mich auspowern zu können“, berichtet Vander: „Und es schmerzt, jetzt nicht dabei zu sein, nicht mit den Jungs auf dem Platz stehen zu können.“

Die Probleme sind bei Christian Vander nicht plötzlich aufgetreten. Im Herbst musste er sich einer Leistenoperation unterziehen, „und ich dachte, dass das Schlimmste damit überstanden war“. Vander reiste dann mit ins Trainingslager nach Dubai, alles schien auch okay. „Doch dann sind wieder Probleme aufgetreten“, erzählt der Torwart. Was sich letztendlich als Schambeinentzündung herausstellte.

Jetzt klammert er sich an die Infusions-Therapie. Sechs Stunden am Stück täglich auf einem Liegestuhl – das kann aber auch nerven. „Ich weiß“, sagt Vander, „ich werde erstmal den ganzen Krankenhaus-Kiosk leerkaufen. Zeitungen, Zeitschriften – alles, was sie haben.“ Und dann hat er noch ein paar Bücher, die „zu Hause schon länger liegengeblieben sind“.

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