Mittelfeldspieler soll die „Spurs“ zum Sieg führen / „Wir sind hier, um zu gewinnen“

Van der Vaart – Tottenhams neue Waffe

Voll konzentriert: Tottenhams Rafael van der Vaart.

Bremen (flü/kni) · Die Tottenham Hotspur betreten heute Neuland. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte spielt der Club aus der englischen Premier League in der Königsklasse. Und damit die „Spurs“ nicht gleich nur Lehrgeld bezahlen, haben sie kurz vor Transferschluss einen Mann von Real Madrid verpflichtet, der ihr Spiel leiten und seine große Erfahrung einbringen soll:Rafael van der Vaart.

Und der ehemalige Kapitän des Hamburger SV ist dann auch gleich mit einer Kampfansage gestern Vormittag auf dem Bremer Flughafen gelandet. „Wir sind hier, um zu gewinnen. Bremen ist sicherlich ein guter Verein, aber auch wir haben eine starke Mannschaft“, erklärte der 27-jährige Mittelfeldspieler. Allerdings weiß auch van der Vaart, dass viele seiner Kollegen auf dem ganz großen internationalen Parkett noch unerfahren sind. „Wir haben eine junge Mannschaft, die meisten spielen das erste Mal in der Champions League. Ich bin gespannt wie es läuft“, meinte der Niederländer.

Im System von Tottenham-Trainer Harry Redknapp spielt van der Vaart eine ganz entscheidende Rolle. Er soll die junge Mannschaft führen und als Strippenzieher die einzige Spitze Peter Crouch immer wieder einsetzen. Andersherum ist aber auch stets Gefahr im Verzug. „Man muss besonders aufpassen, wenn Crouch auf van der Vaart ablegt“, hat Werder-Trainer Thomas Schaaf erkannt.

Die Frage ist nur: Wie fit ist van der Vaart, nachdem er in Madrid aufs Abstellgleis geschoben worden war? „Er hat am Wochenende gegen Westbromwich Albion das erste Mal wieder 90 Minuten durchgespielt“, sagt sein Coach Redknapp: „Er hat sehr gut gespielt, aber ich muss jetzt sehen, wie er sich fühlt.“

Nun, vermutlich will sich van der Vaart diesen Auftritt heute im Weserstadion nicht entgehen lassen. „Respekt muss man vor ihm haben“, sagt Werder-Boss Klaus Allofs, „aber wir haben keine Angst vor ihm. Van der Vaart ist ein sehr guter Spieler, aber wir kennen ihn ja aus Hamburger Zeiten und haben immer eine gute Antwort auf ihn gehabt.“

Die könnte heute Philipp Bargfrede heißen. Bremens Youngster gibt sich da ganz cool. „Van der Vaart hat sicherlich einen großen Namen, doch ich werde versuchen, einfach nur mein Spiel zu machen.“ Was dem defensiven Mittelfeldspieler zuletzt immer gut gelungen ist.

Ob Luka Modric heute an der Seite von van der Vaart im Mittelfeld der „Spurs“ spielen wird, ist eher unwahrscheinlich. Der junge Kroate hatte sich am Samstag eine schwere Beinverletzung zugezogen und klagte gestern noch über starke Schmerzen. „Er hat einen Schlag drauf bekommen. Zum Glück ist nichts gebrochen. Aber ich werde bestimmt kein Risiko eingehen. Dafür ist Luka für uns zu wichtig. Er spielt nur, wenn er sich zu 100 Prozent fit fühlt“, sagte Redknapp.

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