„Der Verein heißt nicht Werder Weyhe“

Unterstützung für Werders NLZ-Pläne

Wird Werder sein Leistungszentrum (wie auf diesem Entwurf) am Osterdeich bauen oder muss der Bundesligist umziehen?
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Wird Werder sein Leistungszentrum (wie auf diesem Entwurf) am Osterdeich bauen oder muss der Bundesligist umziehen?

Bremen - Der Plan des SV Werder, in der Pauliner Marsch ein neues Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zu bauen, bekommt aus der Bremer Politik erste Unterstützung. Sportsenatorin Anja Stahmann (Bündnis 90/Die Grünen) spricht sich in der „Bild“-Zeitung deutlich für das Projekt im Schatten des Weserstadions und gegen einen Umzug ins benachbarte Niedersachsen aus.

Als Alternative zum gewohnten Standort gilt die Gemeinde Weyhe. Stahmann betont aber: „Der Verein heißt nicht Werder Weyhe, sondern Werder Bremen. Das ist eine Marke, die gibt man nicht leichtfertig ab.“ Werder hat bei der Realisierung seiner Pläne vor allem mit zwei Problemen zu kämpfen. Anwohner haben bei Bauvorhaben im Naherholungsgebiet teils jahrhundertealte Vetorechte, zudem ist die Pauliner Marsch ein wichtiges Überflutungsgebiet für die direkt am Stadion vorbeifließende Weser.

Der Hochwasserschutz sei für Bremen „enorm wichtig“, sagt Stahmann, gibt Werders Vorhaben dennoch eine Chance: „Wir können da nichts bebauen, was das Wasser verdrängt. Das ist sicher eine Herausforderung für die Planer. Aber das müssen sie hinkriegen. Und das sollten sie auch.“

Keine alternativen Flächen? Stahmann widerspricht

Werder Bremen hatte in den vergangenen Tagen den Anwohnern der Pauliner Marsch ein Modell mit zwei neuen Gebäuden und einem kleinen Stadion vorgestellt, das laut Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald den Hochwasserschutz ausreichend berücksichtigt. Hess-Grunewald hatte auch betont, dass es auf Bremer Gebiet derzeit keine alternativen Flächen für das NLZ gibt und deshalb über einen Umzug und eine Verlagerung des gesamten Trainingsbetriebs (auch der Profis) nach Niedersachsen nachgedacht werden müsse.

So soll das neue Werder-Leistungszentrum aussehen.

Stahmann widerspricht aber, sagt, dass es Flächen im Stadtgebiet gibt, über die diskutiert wird – „weiter weg, links der Weser“. Allerdings würde sie sich dafür stark machen, dass das neue NLZ wie das alte seine enge Anbindung an das Weserstadion behält: „Ich setze mich sehr dafür ein, dass wir da was hinkriegen.“

Bitte schnell, fordert bereits Werders Ex-Aufsichtsrat Willi Lemke. Er spricht sich in der „Bild“ ebenfalls für einen Verbleib in der Pauliner Marsch („unsere Heimat“) aus. Das Thema dürfe sich nun aber nicht ewig hinziehen, von den Anwohnern wünscht er sich eine zeitnahe Antwort: „Zwei Jahre auf die Entscheidung zu warten, ist viel zu lange. Aus meiner Sicht reden wir von Monaten.“

Quelle: DeichStube

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