Der Österreicher hat seine Operation gut überstanden / Mindestens sechs Wochen Pause

Unterschreibt Pechvogel Prödl neuen Vertrag?

Bremen - Für Sebastian Prödl ist es wahrlich ein Jahr zum Vergessen – gleich zwei Mal hat es ihn übel erwischt: erst im März mit einem seltenen Riss der Gesäßmuskulatur, nun mit Nasenbein- und Oberkieferbrüchen. Mindestens sechs Wochen wird er diesmal fehlen. Ausgerechnet jetzt, denn es geht auch um seine Zukunft bei Werder, im Sommer läuft der Vertrag des 24-Jährigen aus.

Doch Werder-Boss Klaus Allofs lässt sich von der schweren Verletzung des Österreichers nicht beeindrucken: „So etwas passiert leider im Fußball. Wir sind schon ziemlich weit in den Gesprächen, durch die Verletzung ergibt sich jetzt keine neue Situation.“ Werder will mit Prödl weitermachen, und Allofs rechnet „demnächst mit einer Entscheidung“. Etwas flapsig fügt er noch an: „Unterschreiben kann Sebastian ja noch . . .“

Derlei Scherze sind erlaubt, weil Prödl die Operation am Montag im Diako in Bremen gut überstanden hat. Bei dem Eingriff unter der Leitung von Dr. Francois Lanners wurden eine Mehrfragmentfraktur des Nasenbeins und Brüche des Oberkiefers auf beiden Seiten gerichtet. „Das war keine leichte Angelegenheit. Es gab aber keinerlei Komplikationen. Sebastian wird jetzt zur Beobachtung noch einige Tage im Diako bleiben, dort ist er in sehr erfahrenen Händen“, berichtete Werder-Arzt Dr. Götz Dimanski.

Prödl möchte sich momentan – verständlicherweise – nicht äußern. Aber aus seinem Umfeld ist zu hören, dass er zu einer Vertragsverlängerung in Bremen tendiert. Ein Wechsel zum italienischen Erstligisten Lazio Rom, der zuletzt Interesse bekundet hatte, ist offenbar kein Thema mehr. · kni

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