Wiese lässt Allofs’ Mielitz-Lob kalt

„Unter Druck setzt mich nur meine Frau“

Tim Wiese blickt seiner Zukunft ganz entspannt entgegen. ·

Bremen - Tim Wiese geht‘s wieder besser. „Ich habe keine Schmerzen mehr“, sagt der Werder-Keeper, der sich am Freitag beim Abschlusstraining für das Dortmund-Spiel „einen kleinen Knochen im Gesicht“ gebrochen hatte: „Es ist nicht so schlimm. Am Ende der Woche darf ich laufen, Anfang nächster Woche voll trainieren, und gegen Mainz bin ich wieder dabei.“ Am Samstag gegen Augsburg aber noch nicht.

Dann wird erneut Sebastian Mielitz das Bremer Tor hüten – der potenzielle Nachfolger von Wiese. Denn die Anzeichen verdichten sich, dass Werder den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Wiese aus Kostengründen nicht verlängert und auf Mielitz als neue Nummer eins setzt. So hatte Sportchef nach der 0:1-Pleite in Dortmund ein Sonderlob für den Ersatzkeeper verkündet – ungefragt, aus freien Stücken. Dies hörte sich doch sehr danach an, als solle da ein Nachfolger in Position und Stammkeeper Wiese für die anstehenden Verhandlungen unter Druck gesetzt werden.

Wiese nimmt‘s mit Humor: „Natürlich habe ich davon gehört. Aber unter Druck setzt mich nur meine Frau . . .“ Der 30-Jährige demonstriert weiterhin Gelassenheit. Mehrfach hat er bereits betont, dass er mit seiner Familie gerne in Bremen bleiben möchte. Dass er sich als Nationaltorwart bei seinem vielleicht letzten großen Vertrag als Fußball-Profi nicht unbedingt finanziell verschlechtern möchte, versteht sich von selbst. Doch dazu will er sich nicht äußern.

Im April, so haben es beide Seiten vereinbart, soll die Entscheidung fallen. „Ich mache mir um meine Zukunft keine Sorgen“, sagt Wiese, der damit indirekt das Interesse anderer Clubs bestätigt. Ein Wechsel ins Ausland sei durchaus denkbar: „Alles ist möglich.“ · kni

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