Bänderdehnung im linken Sprunggelenk beim Länderspiel-Comeback für Peru / Zwei Wochen Pause

Das unglaubliche Pizarro-Pech

Da war noch alles in Ordnung: Claudio Pizarro am Dienstagabend bei seinem Länderspiel-Comeback für Peru – mit Kapitänsbinde am Arm.

Von Malte Rehnert· Es ist kaum zu glauben, aber aus Sicht von Werder Bremen leider wahr: Torjäger Claudio Pizarro fällt schon wieder verletzt aus – diesmal etwa zwei Wochen.

Beim Länderspiel-Comeback in der peruanischen Nationalmannschaft gegen Ecuador (0:0) zog sich der 32-Jährige am Dienstagabend in Den Haag eine Bänderdehnung im linken Sprunggelenk zu. Irre: Pizarro hat in dieser Saison nun schon genauso viele Verletzungspausen (sechs) wie Bundesliga-Tore.

„Der Knöchel ist dick und tut noch weh“, sagte Pizarro, als er gestern am frühen Abend leicht humpelnd aus der Werder-Kabine kam. Mit unglücklicher Miene ergänzte der Peruaner: „Der Doc hat gesagt, dass es eine Bänderdehnung ist. Ich muss zehn Tage bis zwei Wochen pausieren.“ Werder-Arzt Dr. Götz Dimanski sprach später von „sieben bis zehn Tagen“ Auszeit.

Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Das bedeutet: Im besten Fall würde der Stürmer am kommenden Freitag im Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt wieder zur Verfügung stehen. „Ob das klappt, kann ich jetzt aber noch überhaupt nicht sagen“, meinte Pizarro. Im schlimmsten Fall kann er zwei Wochen gar nicht trainieren und würde dann wohl auch noch das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am 16. April (18.30 Uhr) verpassen.

Übermorgen gegen den VfB Stuttgart fehlt „Pizza“ nach seiner fünften Gelben Karte, die er beim 3:1 in Nürnberg erhalten hatte, ohnehin. „Dass ich gesperrt bin, ist dabei das einzig Positive. Sonst wäre das eine Katastrophe“, sagte Pizarro.

Werders Stürmer Nummer eins klebt in dieser Saison das Verletzungspech ganz fest am Körper, bislang allerdings nur am rechten Oberschenkel. In der Hinrunde fiel er wegen drei (!) Muskelfaserrissen aus, später hatte er noch muskuläre Probleme und im Februar eine Zerrung.

Und nun ist’s das linke Sprunggelenk. „Nach einem Kopfballduell bin ich unglücklich auf dem Fuß eines Gegenspielers gelandet und dabei umgeknickt“, schilderte Pizarro die folgenschwere Szene kurz vor Ende der Partie, die eigentlich ein großes Wiedersehensfest für den Bremer Stürmer werden sollte. Das letzte Pflichtspiel für sein Heimatland hatte der 32-Jährige im November 2007 bestritten. Nun war er endlich wieder für die „Blanquirroja“ am Ball – aber nur bis zur 85. Minute, als Nationaltrainer Sergio Markarian seinen Kapitän auswechseln musste.

Dass Pizarro überhaupt zum Testspiel seiner Peruaner reiste, hatte Werder mit einem Zähneknirschen akzeptiert. Dass er nun verletzt zurückkam, wurmt die Bremer gewaltig. „Natürlich ärgert man sich darüber – und natürlich fehlt er uns jetzt. Aber ich kann es nicht ändern, kann ihn nicht durch Handauflegen wieder gesund machen“, meinte Trainer Thomas Schaaf gestern Nachmittag. Vorwürfe – in Richtung Pizarro oder der Peruaner – gab’s vom Coach jedoch nicht. „Wenn jemand zum Einsatz kommt, muss man damit rechnen, dass er sich verletzt – ob einem das gefällt oder nicht. Einerseits ist es positiv, für die Nationalmannschaft zu spielen. Andererseits negativ, weil eben diese Verletzungsgefahr da ist.“

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