Ungewöhnlicher Konter auf die Schwärmereien des BVB-Trainers

Es funkt zwischen Tuchel und Werder

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Werders Mediendirektor Michael Rudolph (Mitte) sorgte bei der Pressekonferenz für viel Spaß – auch bei den Trainern Viktor Skripnik und Thomas Tuchel.

Bremen - Thomas Tuchel und der SV Werder – das war schon immer eine besondere Beziehung. Der Trainer hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er diesen Club mag. Deswegen war der 42-Jährige 2013 auch als Nachfolger von Thomas Schaaf im Gespräch. Jetzt ist er es wieder – wenngleich es sich nur um einen Spaß handelt.

Normalerweise sind Pressekonferenzen nach Bundesliga-Spielen dröge. Und auch die Veranstaltung nach der Werder-Pleite gegen Dortmund plätscherte am Samstag so dahin, bis Tuchel plötzlich ungefragt das Wort ergriff. „Darf ich das sagen, einfach so in eigener Sache?“, fragte der BVB-Coach. Kurz zuvor hatte Werder-Coach Viktor Skripnik die Schönheit des Weserstadions angepriesen. „Es ist wirklich schön hier“, sagte Tuchel und legte los: „Es sind immer alle so freundlich, wenn ich hierher komme. Das war schon mit Mainz so. Die Fans sind ganz nah am Spielertunnel. Man hat nie das Gefühl, dass sie aggressiv und bösartig sind.“ Und das sagte Tuchel ausgerechnet an dem Tag, als sein Spieler Henrich Mchitarjan aus der Ostkurve mit einem Pappkarton beworfen worden war. Der BVB-Coach redete einfach weiter: „Hierher zu fahren und die Flutlichter über dem Stadion hängen zu sehen, das ist schon etwas Besonderes. Die Leute sind etwas Besonderes hier, wahnsinnig freundlich. Es ist immer ein harter Fight. Es macht immer einen großen Spaß.“

Für Werders Mediendirektor Michael Rudolph, der zwischen Tuchel und Skripnik saß und die Pressekonferenz leitete, war es eine Steilvorlage, die er einfach verwandeln musste. „Vielen Dank. Sie sind ja noch jung, vielleicht klappt es hier ja noch mal mit dem Trainerposten“, sagte Rudolph und löste damit ein großes Gelächter aus. Tuchel konnte sich kaum halten, auch Skripnik lachte mit.

Natürlich war es nur ein Spaß gewesen. Zur Sicherheit fügte der etwas errötete Rudolph aber noch an: „Viktor weiß schon, dass ich ihn noch ganz viele Jahre behalten will.“ Skripnik nickte – und anschließend lagen sich die Protagonisten noch fröhlich in den Armen. Die besondere Beziehung zwischen Tuchel und Werder dürfte damit noch ein bisschen inniger geworden sein.

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