Gebre Selassie hat viel vor – nicht nur an diesem Wochenende

„Und der Hund“

Theodor Gebre Selassie ist noch zu müde für Deutschunterricht. ·

Werder-Bremen - ZELL AM ZILLER · Ein Werder-Profi freut sich ganz besonders über das Ende des Trainingslagers in Zell am Ziller: Theodor Gebre Selassie. Der Tscheche reist heute in die Heimat.

Für den Neuzugang von Slovan Liberec gibt es dort nach seinem Wechsel zu Werder noch einiges zu regeln. „Ich hole meine Freundin und meinen Hund ab“, berichtet der 25-Jährige, und es huscht ihm ein zufriedenes Lächeln übers Gesicht. Denn er weiß auch: Endlich gibt es dann mal keine Verständigungsprobleme.

„Mit der Sprache ist es hier schon schwierig“, gesteht Gebre Selassie – auf Englisch. Speziell im Training, wenn viel erklärt wird, „ist es anstrengend, alles zu verstehen“. Er hatte das allerdings geahnt und bereits Kontakt zu einem Deutschlehrer in Bremen aufgenommen: „Der hat mir auch Material zum Lernen mitgegeben, aber hier bin ich nach dem Training viel zu müde, um noch etwas zu machen.“

Das ist eben noch so ein Unterschied zu Tschechien. „Hier wird viel härter trainiert“, sagt Gebre Selassie. Trotzdem hat er es nicht bereut, seinen Urlaub nach der EM-Teilnahme freiwillig verkürzt und schon ins Trainingslager nach Norderney gereist zu sein: „Ich bin doch neu, da war es besser für mich, früher zu starten.“

Die Arbeit macht ihm Spaß, die in dieser Saison noch offensivere Ausrichtung der Mannschaft gefällt ihm. „Das ist es doch, was die Leute im Stadion sehen wollen.“ Ob im Training oder Spiel: Gebre Selassie rauscht die rechte Abwehrseite rauf und runter – und die Flanken sehen auch nicht schlecht aus.

Das passt alles schon ganz gut. Macht er so weiter, ist ihm der Stammplatz rechts in der Viererkette nicht mehr zu nehmen. Und erste Erfolge mit der Sprache gibt es auch schon. Als noch einmal nachgefragt wird, wen er in Tschechien abholt, wiederholt er die letzten Worte des vorgepreschten Mediendirektors Tino Polster ganz stolz auf Deutsch: „Und der Hund.“ · kni

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