1:2 gegen Dortmund, 1:2 gegen Deutschland – für Junuzovic zwei fast identische Spiele

Unbeliebtes Déjà-vu-Erlebnis

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Zlatko Junuzovic bejubelt seinen Anschlusstreffer für Österreich. Zu mehr reichte es gegen Deutschland aber nicht. ·

Bremen / Wien · Der Drehort war das Ernst-Happel-Stadion, nicht der Signal-Iduna-Park. Der Gegner hieß Deutschland, nicht Dortmund. Und dennoch kam Zlatko Junuzovic der Film, der am Dienstagabend ablief, ziemlich bekannt vor. „Das war ein Déjà-vu-Erlebnis für uns Bremer, das hatten wir so ähnlich schon erlebt“, seufzte der österreichische Nationalspieler nach der 1:2-Niederlage gegen das DFB-Team in Wien.

In der Tat erinnerte die Partie in vielen Aspekten an die Bremer 1:2-Pleite am ersten Bundesliga-Spieltag bei Meister Borussia Dortmund. Gut, beinahe überzeugend gespielt, trotzdem verloren und selbst der Schütze des ersten Gegentores war derselbe: Marco Reus. Er traf gegen Werder, er traf gegen Österreich. „Sogar beide Male unten links“, meinte Junuzovic und konnte über die Parallelen in beiden Partien schon wieder lachen. Die Leere, die er unmittelbar nach Abpfiff gefühlt hatte, war da schon wieder gewichen. „Das hat sich schnell beruhigt“, erklärte der 24-Jährige

Den Frust wegzuschieben, fiel ihm deutlich leichter als Marko Arnautovic. Logisch, denn trotz der ausgebliebenen Punkte war die Partie für Junuzovic ein „weiterer Schritt nach vorne“. Er hatte stark gespielt im österreichischen Mittelfeld, war unglaublich viel gelaufen, tauchte häufig sogar in vorderster Spitze auf und war nicht zufällig zur Stelle, um Arnautovics perfekte Vorlage zum 1:2-Anschlusstreffer zu verwerten. „Ich war ja beinahe ein Stürmer“, meinte der nur 1,72 Meter große Kärntner, der so kernig Fußball spielt wie kaum ein anderer: „Ich haue mich eben immer voll rein.“

Marko Arnautovic und die Bremer im Länderspiel

Das bringt ihm immer häufiger gute Kritiken ein. Bei Werder genauso wie nun auch im österreichischen Team, wo er sich mehr und mehr zur Führungsfigur entwickelt. Nicht unbedingt gewollt, eher automatisch, so Junuzovic: „Ich setze nur um, was der Trainer von mir verlangt.“

Das Toreschießen gehört dabei nicht zu seinen primären Aufgaben. Wobei seine Quote im rot-weißen Dress sogar ganz ordentlich ist. Der Treffer gegen Deutschland war Tor Nummer drei im 21. Länderspiel. Anders bei Werder. In 17 Bundesliga-Einsätzen gab es noch keinen Torjubel von Junuzovic zu sehen. Es besteht Nachholbedarf, das sieht er auch so: „Ich habe in den vergangenen Monaten einige Schritte nach vorne gemacht. Jetzt wird es Zeit, dass ich auch in der Bundesliga mal treffe.“ · csa

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