UN-Sonderbeauftragter Lemke erwartet mehr Coming-outs

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Willi Lemke

Berlin / Bremen - Der UN-Sonderbeauftragte für den Sport, Willi Lemke, erwartet nach dem Schritt von Thomas Hitzlsperger weitere Coming-outs. „Ich glaube, dass es jetzt wirklich Zeit ist“, sagte Lemke dem rbb-Inforadio. „In den nächsten Wochen und Monaten werden sich mehrere outen.“

Er glaube, dass die Gesellschaft in Deutschland dafür jetzt bereit sei, meinte der Aufsichtsratsvorsitzende des Bundesligisten Werder Bremen. Fraglich sei allerdings, ob auch aktive Fußballer diesen Schritt wagten, fügte Lemke hinzu. „Denn es ist ein Unterschied, ob du dich outest, wenn du raus aus der Kabine bist oder ob du auch den Mut hast, wenn du im Tagesgeschäft stehst“, betonte der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen für Sport.

Hitzlsperger habe eine notwendige gesellschaftliche Debatte angestoßen, sagte Christine Lüders, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, im rbb-Inforadio. Sie hoffe, dass nun auch aktive Profi-Fußballer ihre Homosexualität öffentlich machen, räumte aber auch ein: „Es gibt natürlich auch Sponsoren oder Mannschaften, die Profis davon abhalten, das zu tun, Fußball ist ein sehr männlicher Sport.“ Die Gesellschaft müsse noch „viel nacharbeiten, um Diskriminierung zu vermeiden“, sagte Lüders.

dpa

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