Aber Manfred Müller ist sicher: Bis Samstag wird der Teilabschnitt an der Westkurve fertig sein

Der tägliche Kampf gegen die Uhr

Noch viel Arbeit bis Samstag – aber Manfred Müller verbreitet Optimismus.

Bremen - (Eig. Ber.) Es wird fieberhaft gehämmert, gesägt, gebohrt, geschraubt – und das über zwölf Stunden täglich. Doch wer gestern die Baustelle Weserstadion besucht hat, dem stellte sich die bange Frage: Wird der Teilabschnitt an der Westkurve tatsächlich bis zum Bundesliga-Auftakt am Samstag gegen Eintracht Frankfurt fertig?

„Bei Bauten ist es doch immer so, dass man denkt, die schaffen es nicht mehr. Und am Ende wird dann noch einmal richtig gezaubert. Samstag sieht alles ganz anders aus“, verbreitet Werder-Geschäftsführer Manfred Müller, zuständig für den Stadionumbau, Zuversicht. Bis dahin muss aber noch mit Hochdruck weitergearbeitet werden.

Vor den Resten der alten Tribüne und den riesigen Betonsäulen, auf denen bald die neue stehen soll, wird derzeit Platz für 1 800 Gästefans geschaffen. „Beim zweiten Heimspiel gegen Gladbach sollen es dann schon 3 600 Plätze sein“, so Müller. Vor dem Umbau hatte die Westkurve ein Fassungsvermögen von 10 000 Plätzen gehabt. Die Dauerkarteninhaber wurden jetzt auf die Nord- und Südgerade verteilt.

Die Gästeanhänger werden am Samstag zwar direkt vor der Baustelle stehen, dafür sind sie aber dicht am Geschehen. Nur zehn Meter und ein noch zu intallierender Sicherheitszaun werden sie vom Spielfeldrand trennen. Der Zaun ist besonders wichtig. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison war es zu Zwischenfällen zwischen Frankfurter Fans und der Polizei gekommen.

Damit die Bälle am Samstag während des Spiels nicht auf die Baustelle fliegen oder die Fans treffen, wird zudem noch zwischen der Nord- und Südgeraden ein riesiges Fangnetz aufgespannt.

Auch an dieser Stelle fehlen noch die Sitzschalen und das Sicherheitsgeländer.

Derzeit werden die restlichen Tribünenteile für die Stehplätze montiert, die später zu Sitzplätzen umgebaut werden. Aber auch an den „Rändern“ zu den Geraden muss noch eine Menge getan werden. In allererster Linie geht es darum, dass die Sicherheit der Zuschauer gewährleistet ist. So müssen noch einige Betonwände gegossen und Geländer angeschraubt werden, damit es nicht zu Unfällen kommt. Darüber hinaus werden noch zusätzliche Toilettenwagen herbeigeschafft, Sitzschalen montiert und der Weg für die Gästefans an der Baustelle vorbei zu den Tribünen freigeräumt. „Es sieht noch nach sehr viel aus, was weiterhin zu tun ist. Das alles aber“, so verspricht es Manfred Müller, „ist bis Samstag fertig. Ich habe großen Respekt vor den Leuten, die das hier machen. Schließlich muss alles zentimetergenau passen.“

Für heute, spätestens morgen ist die Sicherheitsbegehung mit der Polizei, der Bauverwaltung und dem privaten Sicherheitsdienst „elko“ vorgesehen. „Wir können die Tribüne ja nicht einfach freigeben. Alles muss den Bundesliga-Ansprüchen genügen“, so der Werder-Geschäftsführer.

Natürlich müssen die Gästefans mit einigen Unannehmlichkeiten rechnen. „Das ist aber doch normal auf einer so großen Baustelle“, sagt Müller, „wir hatten ja nicht wie Leverkusen die Möglichkeit, in ein anderes Stadion auszuweichen.“

Schritt für Schritt werde es dann aber annehmbarer, bis die Westkurve Ende des Jahres komplett an das Spielfeld herangezogen ist. Dann können auch wieder mehr Fans die Heimspiele besuchen. Für die Partie gegen Frankfurt beläuft sich das Fassungsvermögen auf 34 000 Zuschauer.

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