Gegen Ex-Club Mainz droht die Bank

Ujahs „Rolle“: Nebendarsteller

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Werder-Profi Anthony Ujah

Bremen - An den 24. Oktober 2015 erinnert sich Anthony Ujah noch sehr gerne. Beim 3:1-Auswärtssieg bei seinem ehemaligen Club Mainz 05 war der Stürmer der gefeierte Matchwinner, schnürte seinen ersten und bisher einzigen Doppelpack im Bremer Trikot. Und half damit entscheidend mit, dass Werder die Misserfolgsserie von fünf Niederlagen hintereinander endlich beendete. „Es war ein guter Tag“, sagt der 25-Jährige, „und ich hoffe, wir können noch mal gegen Mainz gewinnen.“

Vor dem Rückspiel am Samstag haben sich die Vorzeichen allerdings geändert – auch für Ujah. Der Nigerianer ist nicht mehr Stürmer Nummer eins bei Werder, saß bei den überzeugenden 4:1-Erfolgen in Leverkusen und gegen Hannover nur auf der Bank. Seinen Stammplatz ist er los, den hat sich Claudio Pizarro geschnappt.

Wird der Peruaner rechtzeitig fit, wonach es aussieht (siehe Artikel links), droht Ujah erneut die Reservistenrolle. Trainer Viktor Skripnik hat bereits durchklingen lassen, am zuletzt praktizierten 4:1:4:1-System festhalten zu wollen. Mit nur einer Spitze – und die heißt aktuell Pizarro. „Tony verhält sich absolut professionell“, betont Skripnik, „er kennt seine Rolle und weiß, warum er nicht spielt – weil Claudio so gut drauf ist. Aber er wird noch wichtig für uns sein.“

Am Samstag in München fehlte Pizarro, Ujah durfte ran. Eine echte Bewährungschance war es jedoch nicht, weil Werder fast gar nicht nach vorne spielte, der Nigerianer kaum Bälle bekam und nicht einen Abschluss hatte. Extrem frustrierend. Doch Ujah ist ein Teamplayer. Er beschwerte sich nicht und versuchte, es positiv zu sehen: „Ich bin froh, mal wieder 90 Minuten gespielt zu haben.“

In der Hinrunde war Ujah, im vergangenen Sommer für 4,5 Millionen Euro vom 1. FC Köln geholt, noch ganz klar Werders wichtigster Angreifer gewesen, schoss sieben – zum Teil sehr wichtige – Tore. Er war gesetzt und bekam viel Lob. Inzwischen ist Pizarro in der internen Torjägerliste vorbeigezogen (11:9). Und Ujah muss kämpfen, um wieder ins Team zu kommen. Das will er tun, im Training weiter Gas geben: „Damit ich bereit bin für Mainz.“ - mr

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