Löw „übersieht“ Frings, und Schaaf versteht’s nicht

Augen zu und durch? Torsten Frings muss weiter auf eine Rückkehr in die DFB-Auswahl warten.

Bremen (kni/csa) · Joachim Löw hatte beste Sicht – und so muss er in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart eigentlich gesehen haben, was Werder-Coach Thomas Schaaf später „als wieder einmal eine bemerkenswerte Leistung“ bezeichnete.

Gemeint war Torsten Frings. Doch der Bremer kann offenbar machen, was er will, Bundestrainer Löw bewegt das nicht – schon gar nicht zum Handeln. Dabei flatterte ihm gestern die Absage des Stuttgarter Mittelfeldspielers Sami Khedira ins Haus. Aber statt Frings für die beiden entscheidenden WM-Qualifikationsspiele gegen Russland und Finnland nachzunominieren, verzichtete Löw auf eine Reaktion und fliegt nur mit 22 Spielern nach Moskau.

In Khedira fehlt dem Bundestrainer nun ein defensiver Stratege. Und in Thomas Hitzlsperger hat er einen dabei, der völlig außer Form ist. Auch das konnte Löw am Sonntag sehen. Der Stuttgarter spielte ebenso wie Nebenmann Khedira schwach. Ganz anders Frings. Der 32-Jährige überzeugte sowohl defensiv als auch offensiv. „Noch auffälliger als in diesem Spiel geht’s eigentlich nicht“, konnte sich Schaaf einen Seitenhieb Richtung Löw nicht verkneifen. Für den Werder-Coach ist schon seit Wochen klar: Frings gehört zurück in die Nationalmannschaft. Oft genug hat er das schon verkündet, deshalb will er jetzt auch nicht zu sehr auf die Pauke hauen, „sonst heißt es wieder, aus Bremen kommt nur Kritik“, erklärte Schaaf.

Ähnlich verhält sich Klaus Allofs. Der Werder-Sportchef stellte lediglich fest: „Joachim Löw hat seine Entscheidung getroffen. Ich weiß nicht, ob er daran etwas verändern möchte.“ Da klang schon etwas Resignation durch. Doch aufgeben will Allofs und soll vor allem Frings nicht. „Erst wenn die WM kommt, ist es wichtig, dabei zu sein“, meinte Allofs und versuchte, noch etwas Positives aus der Situation zu ziehen: „Jetzt kann sich Torsten wenigstens etwas ausruhen.“ Ein schwacher Trost, aber auch eine Chance: Denn wenn ein ausgeruhter Frings in den nächsten Wochen so weitermacht, kann das auch ein Löw nicht übersehen.

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