Werder will sich heute bei „96“ endgültig aus der Krise herausschießen

Über Hannover zurück zur absoluten Sicherheit?

Schon im Hinspiel kannte Per Mertesacker – hier rechts gegen Hannovers Constant Djakpa – kein Pardon mit seinem Ex-Club. Das wird heute nicht anders sein.

Werder-Bremen - Von Arne Flügge (Eig. Ber.) · Wenn Per Mertesacker nach Hannover schaut, tut es ihm schon ein bisschen weh, dass sein Ex-Club „96“ so tief in die Krise gerutscht ist. „Immerhin bin ich dort aufgewachsen und habe da meine Karriere begonnen“, sagt der Abwehrspieler von Werder Bremen. „Merte“ räumt aber auch ein, die Talfahrt der „Roten“ nur „mit einem halben Auge“ verfolgt zu haben, „schließlich mussten wir uns in den letzten fünf Wochen mit unserer eigenen Situation beschäftigen“.

Im Gegensatz zu Hannover haben die Bremer aber die Kurve gekriegt. Der Sieg in der Bundesliga über Hertha BSC und der Erfolg im DFB-Pokal gegen Hoffenheim haben die Werder-Krise erstmal beendet und dem Team neues Selbstvertrauen gegeben. Der Anschluss zu den Europapokalplätzen ist wieder hergestellt. Heute (15.30 Uhr) soll mit einem weiteren Sieg im Nordderby bei „96“ die Aufholjagd zu den vorderen Plätzen ihre Fortsetzung finden. Und da ist kein Platz für Mitgefühl oder Leichtsinn, wie Torsten Frings klar herausstreicht. „Wir haben in dieser Saison schon zu oft andere Mannschaften wieder aufgebaut. Damit ist jetzt Schluss“, fordert der Werder-Kapitän: „Unser Ziel ist ganz klar, den Abstand nach oben zu verringern. Und dafür müssen wir in Hannover gewinnen.“

Da die Gastgeber in der Liga mittlerweile mit dem Rücken zur Wand stehen, erwartet Frings einen „harten Fight, den wir nur bestehen können, wenn wir mit einer 100-prozentigen Einstellung ins Spiel gehen. Wir müssen unsere Qualitäten ausspielen und den Gegner zu Fehlern zwingen.“

Und das, meint auch Clemens Fritz, gehe nur über den Kampf. Denn trotz er jüngsten Erfolge, „ist noch nicht alles Gold, was glänzt. Wir haben noch nicht wieder die Souveränität der Hinrunde.“

Step by step will sich Werder diese nun zurückholen. „Gegen Hertha haben wir einen ersten Schritt getan, gegen Hoffenheim einen zweiten, jetzt müssen wir nachlegen“, fordert Bremens Trainer Thomas Schaaf. Der  Coach hat im Spiel seiner Mannschaft zuletzt deutliche Fortschritte gesehen. „Wir haben unsere Linie wieder aufgenommen, mehr Struktur im Spiel, sind sicherer und effektiver geworden. Jetzt müssen wir zur absoluten Sicherheit zurückfinden und noch mehr Tempo aufnehmen.“

Die personellen Probleme des Gegners hat Schaaf zwar zur Kenntnis genommen, doch „auch Hoffenheim haben Spieler gefehlt, und sie haben gegen uns eine starke Partie abgeliefert“. Von daher erwartet Schaaf eine 96-Mannschaft, „die alles versuchen wird, eine tolle Leistung abzurufen“.

Wichtiger ist dem Bremer Trainer ohnehin, „dass wir auf uns schauen und uns mit der eigenen Leistung beschäftigen“.

Das wird auch Per Mertesacker tun. Schließlich will der Vize-Kapitän unbedingt auch im kommenden Jahr international spielen. Ex-Club hin oder her . . .

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