Keine Nominierung für die EM-Playoffs

Türkei-Coach Hiddink lässt Ekici links liegen

Mehmet Ekici. ·

Bremen - Anruf bei Mehmet Ekici. Der Werder-Profi geht ran, würde das Gespräch am liebsten aber sofort wieder abwürgen. „Ich will nicht reden“, sagt er. Nicht brüsk, nicht abweisend. Eher bittend, sich nicht in Worten über das auslassen zu müssen, was ihm am Samstag widerfahren war.

Auswechslung gegen Köln nach 37 Minuten. Ein Tiefschlag für jeden Fußballer. Und es war nicht der einzige an einem für ihn schwarzen Wochenende.

Der zweite tut fast noch mehr weh: Wenn die Türkei am Freitag und Dienstag in den Playoff-Duellen mit Kroatien um die Fahrkarte zur Europameisterschaft 2012 kämpft, ist Mehmet Ekici nicht dabei. Ausgebootet von Nationaltrainer Guus Hiddink, der in den wichtigsten Partien der vergangenen eineinhalb Jahre nicht auf den Bremer setzt. Darüber muss natürlich geredet werden!

Ekici fügt sich, seufzt: „Es ist extrem schade, diese entscheidenden Spiele zu verpassen. Zumal ich bisher immer dabei war.“ Seine Enttäuschung ist nachvollziehbar, das Vorgehen des türkischen Coaches aber auch. Denn Ekici, der noch vor zwei Monaten im Qualifikationsspiel gegen Kasachstan in der Startelf gestanden hatte, liefert aktuell wenig Argumente, weiter auf ihn zu setzen. Schon gar nicht in Alles-oder-nichts-Spielen wie gegen Kroatien.

Wer bei Werder nicht oder wenn, dann nur schlecht spielt, hat international wenig Chancen. Auch Ekici macht sich nichts vor: „Jeder Nationaltrainer wünscht sich doch, dass seine Akteure Stammspieler in den Clubs sind.“ Sind sie es nicht, sind sie raus. Und so trainierte der 21-Jährige gestern in Bremen, statt nach Istanbul zu reisen. Er steht für die Playoffs nur auf der Abrufliste, ist quasi der Reservist außerhalb des Kaders. Zum Kampf gegen die schlechte Form gesellt sich deshalb auch der Kampf gegen den Frust. „Ich darf den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken, muss positiv denken und weiter hart arbeiten. Dann geht‘s auch wieder aufwärts“, glaubt Ekici.

Wann? Wer weiß das schon. Ekici jedenfalls nicht. Er sieht seine Lage so: „Es gibt im Fußball immer mal ein Auf und Ab – genau das mache ich gerade durch.“ · csa

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