Trotzdem foult er sich in die Top Ten

Garcia hat sich korrigiert

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Santiago Garcia ist mit seiner Saison nur mäßig zufrieden.

Bremen - Der VfB Stuttgart probierte es immer und immer wieder über Werders linke Abwehrseite. Ein Zufall? Oder hatten die Schwaben Außenverteidiger Santiago Garcia als Schwachstelle in der Bremer Viererkette ausgemacht? Eine Antwort darauf mag der Argentinier nicht geben, er sieht die Abwehr als Ganzes und stellt zufrieden fest: „Wir haben zu null gespielt, das ist für die gesamte Viererkette wichtig.“

Die Zusammensetzung der Bremer Abwehr hat sich unter Viktor Skripnik geändert – und das immerhin zu 50 Prozent. Rechts verteidigen nicht mehr Clemens Fritz oder Marnon Busch, sondern dort steht nun Theodor Gebre Selassie. Und den Part des linken Innenverteidigers hat Alejandro Galvez von Assani Lukimya bzw. Luca Caldirola übernommen. Geblieben sind nur Sebastian Prödl und Garcia. Letzter musste sich da auch nicht zu große Sorgen machen, seine Position ist als einzige im Kader nicht doppelt besetzt. Werder hatte Konkurrent Lukas Schmitz in der Vorsaison aussortiert und im Sommer ablösefrei zu Fortuna Düsseldorf ziehen lassen. Ersatz wurde aus finanziellen Gründen nicht geholt. Innenverteidiger Luca Caldirola soll Garcia ersetzen, falls der mal ausfällt. Das könnte schon bald soweit sein: Der Argentinier bewegt sich mit vier Gelben Karten auf der Schwelle zur Sperre. Dabei hat er sein Spiel etwas umgestellt – und verkündet durchaus mit Stolz: „Ich habe in meiner ersten Saison zu viele Fouls gemacht und zu viele Karten gekriegt, das habe ich korrigiert.“ Na ja, vier Gelbe sind auch nicht wenig, und mit 23 Fouls belegt er als unfairster Bremer in der Bundesliga Platz zehn. Aber ein anderer Eindruck ist viel entscheidender: Garcia wirkt irgendwie gebremst, ist längst nicht mehr so aktiv wie vor einem Jahr, dafür aber umso fehlerhafter. „Es ist eine schwere Saison für mich“, gesteht er, „aber es ist nicht nur für mich schwierig.“ Die ganze Mannschaft habe zu kämpfen.

Die positiven Ergebnisse stimmen ihn optimistisch, dass es jetzt dauerhaft aufwärts geht. Sorgen, dass es Werder doch erwischt und der Club am Ende absteigt, macht sich der 26-Jährige jedenfalls nicht: „Ich habe keine Angst.“

kni

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