Trotz der Krise: Allofs stärkt Schaaf den Rücken

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Thomas Schaaf und Klaus Allofs sitzen bei Werder Bremen noch sicher im Sattel.

Bremen - In jedem anderen Verein wäre der Trainer längst zum Abschuss freigegeben - doch in Bremen halten die entscheidenden Männer nach wie vor zu Thomas Schaaf. Kontinuität war über viele Jahre das Erfolgsrezept. Und das soll auch so bleiben.

Nach dem 0:4-Debakel in Schalke kam Werder Bremens Clubchef Klaus Allofs an der Frage nach dem Trainer nicht mehr vorbei. Gelten jetzt also auch in Bremen die vielzitierten Gesetzmäßigkeiten der Branche? Muss auch in Bremen der Trainer gehen, wenn es nicht läuft? Nein, sagte Allofs:Trotz der schweren Krise ist eine Trainerentlassung an der Weser keine Überlegung wert. „Ich bin überzeugt, dass es keinen besseren gibt, der so akribisch arbeitet“, sagte Allofs am Sonntag in Bremen über Schaaf.

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So schlimm stand es in der mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit von Klaus Allofs und Thomas Schaaf noch nie um Werder Bremen. Doch der zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegene Manager stärkte dem Fußball-Lehrer auch nach dem erneuten Rückschlag demonstrativ den Rücken. Zu möglichen Forderungen nach einer Entlassung des Trainers sagte Allofs: „Dann würden wir auf Druck handeln und nicht aus Überzeugung, deshalb ist das kein Thema.“

Schaaf darf sich also weiter sicher fühlen in Bremen und seiner Arbeit nachgehen, zu der am Sonntag eine 57-minütige Krisensitzung gehörte. Nicht die erste in dieser Saison - und wahrscheinlich auch nicht die letzte. Der Coach selbst wollte danach nicht reden, schwieg wie zuletzt fast immer. Spätestens am Dienstag vor dem Champions League-Spiel bei Tottenham Hotspur wird er wieder Rede und Antwort stehen müssen. In London droht den Hanseaten das Aus auch in Europa.

Das Bremer Debakel auf Schalke

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„Außer Wiese könnt ihr alle gehen“, hatten die Werder-Fans nach dem 0:4 bei Schalke skandiert. Wäre der Keeper nicht erneut in Topform gewesen, hätte Werder noch mehr Tore kassiert als die Treffer von Christoph Metzelder (22.) und Raul (45+2./56./71.). Die Bremer Mannschaft hat derzeit nicht die Möglichkeiten, an die Erfolge der vergangenen Jahre anzuknüpfen und die chronischen Abwehrprobleme mit eigenen Toren auszugleichen.

Einen Freifahrtschein in alle Ewigkeit gibt es allerdings auch in Bremen nicht - weder für den Trainer noch den Clubchef. „Wir sind alle auf dem Prüfstand“, sagte Allofs, dessen Einkaufspolitik zuletzt von einigen Fans kritisiert worden ist.

Die Bremer wollen weiter auf Kontinuität setzen. Das war über viele Jahre das Erfolgsrezept und hat Werder in den zurückliegenden zehn Jahren zur Nummer zwei des deutschen Fußballs hinter Bayern München gemacht. Panikreaktionen wollen die Bremer weiter vermeiden.

Auch wenn von außen der Druck steigen sollte und das Festhalten am Trainer als Tatenlosigkeit angesehen werden könnte? „Wie es wahrgenommen wird ist mir eigentlich egal“, sagte Allofs:„Wir machen die Arbeit, die sinnvoll für Werder ist.“ Der Vorstandsvorsitzende stellte klar:„Die Arbeit geht weiter, aber wir werden sie nicht grundlegend ändern.“

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