Trotz 2:4 in Augsburg keine Unruhe / Fehlen Fritz, Prödl, Wolf und Kroos morgen?

Werders mieses Wochenende: Vier Gegentore, vier Kranke

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Jubelnde Augsburger und bedröppelte Bremer: Sebastian Prödl (rechts) und Alejandro Galvez kassierten mit Werder die erste Niederlage der Saison – und Prödl fällt womöglich morgen im Heimspiel gegen Schalke aus.

Bremen - So schnell kann es gehen. Nach dem beachtlichen 3:3 in Leverkusen hatte Werder noch in den Angriffsmodus geschaltet und große Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg beim FC Augsburg artikuliert. Stattdessen gab es bei den Schwaben mit 2:4 (1:2) die erste Pleite nach zuvor drei Unentschieden.

Der Bundesliga-Start muss nun, bei drei Punkten aus vier Partien, als misslungen bezeichnet werden. Es herrschte riesiger Frust – und nun droht im Heimspiel morgen Abend (20 Uhr) gegen den FC Schalke 04 auch noch ein heftiger, personeller Schlag.

Gleich vier Bremer Profis waren gestern Vormittag bei der Trainingseinheit nicht dabei. Kapitän Clemens Fritz, sein „Vize“ Sebastian Prödl, Keeper Raphael Wolf und Mittelfeldmann Felix Kroos fehlten alle wegen eines Magen-Darm-Infekts, teilte der Verein mit. Ob sie morgen wieder auf dem Damm und einsatzfähig sind, sei völlig offen. Fritz war gestern Morgen kurz da, fuhr dann aber flott wieder weg. Die anderen Drei blieben zu Hause.

Fallen alle aus, muss Trainer Robin Dutt gegen die noch schlimmer gebeutelten Schalker (elf Ausfälle nach den Platzverweisen gegen Julian Draxler und Kevin-Prince Boateng gegen Frankfurt) einiges umstellen – vor allem in der Defensive. Für Wolf würde Neuzugang Raif Husic (18) sein Bundesliga-Debüt geben. Statt Prödl käme Luca Caldirola nach drei Spielen Verbannung auf die Bank zurück in die Innenverteidigung. Als Rechtsverteidiger und Fritz-Ersatz steht Marnon Busch bereit, der bei seinen bisherigen Kurzeinsätzen vielversprechende Ansätze gezeigt hatte.

Für Zlatko Junuzovic wäre die Zwangs-Rotation kein Problem. „Wenn einer die Chance bekommt gegen Schalke, wird er sich richtig den Arsch aufreißen, damit er vielleicht auch danach gegen Wolfsburg wieder spielt“, meinte der Mittelfeldmann. Kollege Assani Lukimya sieht’s genauso: „Wir reden die ganze Zeit davon, dass wir einen Super-Konkurrenzkampf in der Mannschaft haben. Und wenn jetzt mal andere reinkommen, bin ich mir sicher, dass sie eine sehr gute Leistung abliefern werden.“

In Augsburg war Werder das nicht gelungen. Die Bremer konnten die frühe Führung durch Davie Selke (3.) nicht verteidigen und kassierten letztlich vier Gegentore. Insgesamt sind es jetzt schon zehn nach nur vier Spielen – 2,5 pro Partie. Hochgerechnet wären das am Ende der Saison 85 Gegentreffer und damit noch mal deutlich mehr als in den vergangenen beiden Bundesliga-Serien (jeweils 66). Werder schafft es einfach nicht, diese Dauerbaustelle zu schließen. Doch Dutt wird noch nicht unruhig. „Es ist doch alles anders als im letzten Jahr“, findet der Bremer Trainer, „jetzt haben wir mehr Offensivkraft dagegenzusetzen. Da bist du beruhigter.“

Die Noten

Werder-Augsburg: Die Einzelkritik

Die immerhin schon acht Bremer Tore (zweitbester Wert hinter Leverkusen) reichten bisher jedoch nicht, um einen Sieg einzufahren. Trotzdem will Sportchef Thomas Eichin nicht von einem Fehlstart sprechen: „Die Ausbeute ist nicht gut, aber auch nicht dramatisch. Am Dienstag haben wir ein Heimspiel, da müssen wir punkten – fertig!“ Auch Junuzovic mag die Pleite in Augsburg nicht überbewerten und blickt positiv in die Zukunft: „Es ist jetzt nicht alles kaputt, was wir uns aufgebaut haben. Wenn wir weiter solche Spiele abliefern, werden wir irgendwann belohnt und kommen in einen Lauf. Wir müssen nur daran glauben.“ mr

FC Augsburg besiegt Werder Bremen 4:2

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