Trinks und Schindler treffen

+
Ging mit einer starken Leistung voran: Werder-Kapitän Clemens Fritz (hinten), hier im Zweikampf mit Smail Morabit.

Erfurt · Da knirscht noch Sand im Werder-Getriebe: Das Team von Trainer Thomas Schaaf kam gestern Abend beim Drittligisten FC Rot-Weiß Erfurt zwar zu einem 2:1 (1:0)-Sieg, aber der Bremer Chefcoach räumte hinterher ein: „An einigen Stellen hat man gesehen, dass wir noch nicht so weit sind.“

Der Auftakt dürfte ihm hingegen gefallen haben: Nach drei Minuten spielte der ansonsten meist glücklose Aaron Hunt klug auf Marko Marin, der wiederum Florian Trinks zum 1:0 bediente (4.). Doch Erfurt hätte gleich darauf antworten können – Bernd Rauw kam nach einer Ecke sträflich frei zum Kopfball. Werder-Keeper Sebastian Mielitz begrub den Ball aber auf der Linie unter sich (6.). Und weiter ging's mit den Platzherren in der Vorwärtsbewegung: Smail Morabit und Phil Ofosu-Ayeh stellten Lukas Schmitz auf seiner linken Seite mehrfach vor Probleme. Zwingendes kam vor dem Werder-Gehäuse trotzdem nicht zustande – auch, weil Andreas Wolf in der Innenverteidigung seinen Job solide erledigte.

Werder Bremen Rot-Weiß Erfurt

Werder Bremen - FC Rot-Weiß Erfurt

Und so setzte Marin das nächste Ausrufezeichen – mit einem Lattenkracher (15.). Wenig später riss Ofosu-Ayeh ihn im Strafraum um, doch den Elfmeter setzte Hunt deutlich über den Querbalken (17.). Spätestens nach Markus Rosenbergs freistehend vergebenen Chancen (23./25.) wäre das 2:0 verdient gewesen. „Wir haben einige gute Passagen gesehen, aber zu viele Möglichkeiten ausgelassen“, kommentierte Schaaf den ersten Durchgang.

Zur zweiten Hälfte brachte er Wesley für Tim Borowski und Aleksandar Stevanovic für den bis dahin aufmerksamen und sicheren „Sechser“ Tom Trybull. Die Höhepunkte bis zur Schlussphase beschränkten sich allerdings auf einige La-Ola-Wellen der 7 779 Zuschauer und den donnernden, verdienten Beifall für Clemens Fritz: Der 30-Jährige durfte auch gestern in seiner Heimatstadt die Kapitänsbinde tragen – bis zur 65. Minute, als Schaaf ihm durch die Auswechslung den Extra-Applaus für seinen einsatzfreudigen und zweikampfstarken Auftritt gönnte.

Erst ab der 83. Minute gab's wieder Sehenswertes im Spiel selbst: Der gerade erst eingewechselte Fabian Paradies köpfte das 1:1 – und das Steigerwaldstadion stand Kopf. Werder ließ trotzdem kein Remis zu: Kevin Schindler verwertete eine von Rosenberg verlängerte Hunt-Ecke zum Endstand (85.).

Werder: Mielitz - Fritz (65. Schindler), Balogun (78. Schoppenhauer), Wolf, Schmitz (70. Mlynikowski) - Borowski (46. Wesley), Trybull (46. A. Stevanovic), Marin (65. Wagner), Hunt - Trinks (70. P. Stevanovic), Rosenberg. · ck

So bereitete sich Washington auf Trumps Vereidigung vor

So bereitete sich Washington auf Trumps Vereidigung vor

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Selbstversuch unseres Redakteurs an Schwebebalken und Barren

Das ist der BVB

Das ist der BVB

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Wahnsinnstat von Melbourne: Auto rast in Menschenmenge

Meistgelesene Artikel

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Neue Chance für Maximilian Eggestein

Knackige Gegner, knackige Sätze: Werder mit "richtig Bock" gegen den BVB

Knackige Gegner, knackige Sätze: Werder mit "richtig Bock" gegen den BVB

Rummenigge redet nicht so gerne über Gnabry

Rummenigge redet nicht so gerne über Gnabry

Bargfrede mag nicht hadern: "Ich bleibe immer optimistisch"

Bargfrede mag nicht hadern: "Ich bleibe immer optimistisch"

Kommentare