Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry schließt Verkauf der Namensrechte am Weserstadion vorerst aus: „Das ist nicht geplant“

Trikotsponsor aus China? „Wir wären nicht abgeneigt“

Klaus Filbry blickt auch in die Ferne, um einen neuen Trikotsponsor für Werder zu finden. ·

Belek · Klaus Filbry ist der Experte für das Marketing bei Werder Bremen. Aus beruflicher Verpflichtung ist der Club für den Geschäftsführer in erster Linie eine Marke – also etwas, das es zu vermarkten gilt.

Dazu gehört das Sponsoring, ein Bereich, in dem die Kapitalgesellschaft Werder Bremen in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von zehn Prozent erreicht hat, sagt Klaus Filbry. Doch eine Baustelle ist dabei noch offen. Werder sucht einen neuen Trikotsponsor, die Targobank, die bislang bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr bezahlte, verabschiedet sich zu Saisonende von der Brust der Bremer Bundesliga-Profis. Der Nachfolger könnte aus China kommen.

Herr Filbry, wie ist der Stand bei der Suche nach dem neuen Werder-Hauptsponsor?

Klaus Filbry:Wir sind in Gesprächen. Das Mandat für die Vermarktung liegt bei unserem Partner Infront, der momentan mit der globalen Akquise beschäftigt ist. Infront und wir sind zuversichtlich, dass wir in drei bis vier Monaten Vollzug melden können. Die Liste umfasst zwölf Kandidaten.

Ist es trotzdem eine schwierige Suche?

Filbry:Es ist eine Frage des Preises. Wir sind kein billiger Verein, was das Trikot angeht. Aber wir sind auch ein sehr attraktives Produkt.

Wie wichtig ist beim, nennen wir es mal Sponsorenfang, der sportliche Erfolg der Mannschaft?

Filbry:Wenn wir jetzt an zehnter, zwölfter oder 14. Stelle der Tabelle stehen würden, wäre es sicherlich schwieriger. Aber wir stehen auf einem internationalen Platz, sind gut unterwegs. Wir sind im Soll.

Das Ziel muss sein, den alten Targobank-Vertrag zu toppen?

Filbry:Die Targobank bleibt uns als Sponsor mit einer Summe im siebenstelligen Bereich erhalten. Wenn wir nun also einen Vertrag in der Höhe des alten Targobank-Kontrakts abschließen sollten, generieren wir auf jeden Fall einen signifikanten Mehrumsatz. Wir sind in einer guten Position.

Sie sagen, die Suche sei global. Also auch in Asien?

Filbry:Nordamerika gehört dazu, aber auch Asien. Dort ist vor allem der chinesische Markt interessant. Infront hat circa 40 Mitarbeiter in China, und ihr wichtigstes Vermarktungsmandat ist Werder Bremen.

In SigSolar hat Werder einen Sponsor, der schon im chinesischen Markt aktiv ist. Wäre das ein Kandidat?

Filbry:Das ist auf jeden Fall ein Kandidat, mit dem wir uns unterhalten. Am Ende wird es ein Unternehmen sein, das auf dem deutschen Markt mit europäischen Ambitionen unterwegs ist. Oder eben ein internationales Unternehmen, das sich auf dem deutschen und europäischen Markt positionieren möchte. Da bietet sich die Solarbranche an. Da ist momentan viel Bewegung, gerade in China. Das heißt aber nicht, dass unser neuer Trikotsponsor aus China kommen muss.

Aber kommen kann.

Filbry:Wir wären nicht abgeneigt. Aber momentan ist für uns die erste Priorität, ein solides Unternehmen zu finden, das in die Größenordnung Targobank passt. Wenn wir ein Unternehmen aus China finden, dem wir helfen können und das uns möglicherweise den Zugang zum chinesischen Markt erleichtert, dann ist das durchaus etwas, das wir attraktiv finden.

Ist ein regionaler Partner als Trikotsponsor denkbar?

Filbry:Ich glaube, das Paket Hauptsponsor ist für einen regionalen Partner zu groß. Wir reden über einen hohen siebenstelligen Betrag.

Bislang wurden die Namensrechte am Weserstadion noch nicht zu Geld gemacht. Könnte das im Zuge eines Vertragsabschlusses mit einem neuen Hauptsponsor geschehen?

Filbry:Nein, nicht in einem Paket, das sind getrennte Themen. Momentan ist es nicht geplant, die Namensrechte zu veräußern. Aber man darf in dieser Branche nie nie sagen. · csa

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