Wolfsburgs Interesse will Werders Spielmacher nicht kommentieren

Trickser Marin schlägt beim Thema Magath leise Töne an

Wenn Marko Marin über seine Zukunft spricht, stehen Werder und das Nationalmannschafts-Comeback an erster Stelle.

Bremen - Im Training tut Marko Marin am liebsten das, was er auch während der jüngsten Testspiele zelebrierte: Er nervt seine Gegner.

Am Dienstag dribbelte sich Werders „Zehner“ regelmäßig durch die Hintermannschaft von Olympiakos Piräus, am Donnerstag narrte er seine Teamkollegen beim „Ticken“: Ein Haken links, ein Haken rechts, ein Sprint, abruptes Stoppen – und lautes Lachen: wieder einen Verfolger abgehängt. Auch die Fans hatten ihren Spaß am quirligen Trickser. Die Frage ist nur: Wie lange noch? Denn die Liste der interessierten Clubs ist lang.

Als neuester Mitbewerber rief laut Medienberichten Felix Magath bei Marins Berater Fali Ramadani an. Der Trainer des VfL Wolfsburg sucht einen neuen Spielmacher.

Und eben diese Aufgabe nimmt der 22-Jährige bei Werder ein: „Ich habe mich mittlerweile an diese Rolle gewöhnt und auch die ganze Vorbereitung auf der Position gespielt – das klappt ganz gut“, urteilt er über sich selbst. Aber trägt Marko Marin jetzt womöglich bald ein anderes W auf der Brust – das der Wolfsburger? „Dazu will ich mich nicht äußern“, gab sich der Techniker wortkarg.

Viel lieber redet er über das rein Sportliche – und da klingt heraus, dass für ihn momentan nur Werder zählt: „Wenn alles so bleibt wie jetzt, glaube ich, dass wir dieses Jahr in der Liga wieder oben mitspielen“, tippt Marin. Zudem sieht er den heutigen Pokal-Auftakt beim 1. FC Heidenheim nur als Zwischenstation auf dem Weg nach Berlin an: „In meinem ersten Jahr für Werder sind wir ja ins Finale gekommen – das war eine Riesensache“, denkt der Blondschopf gern an die Endspiel-Atmosphäre zurück – trotz der Niederlage gegen die Bayern. „Also wollen wir im Pokal möglichst weit kommen. Und wer Werder kennt, weiß, dass wir in dem Wettbewerb immer ganz gut ausgesehen haben. Das möchten wir wiederholen.“ Gleichzeitig mahnt er aber: „Es kommt auf die Einstellung an. Wenn die bei allen stimmt, werden wir die erste Runde auch souverän überstehen.“

Denn Marin weiß um die Wichtigkeit des Pokals – vor allem angesichts der Bremer Auszeit vom internationalen Geschäft. Eine Phase ohne Europa-Cup, die er schnell beenden möchte: „Jetzt muss es losgehen, denn wir haben etwas gutzumachen. Die Vorbereitung war lang, aber gut. Wir sind heiß auf diese Serie.“ Deshalb hegt er keinen Zweifel daran, dass der Mannschaft diese Rehabilitation für ein „Seuchenjahr“ glückt: „Im Vergleich zur letzten Saison ist die Stimmung super. Wir haben die nötige Qualität.“

Und mit diesem Team will Marin auch seine eigenen Qualitäten zeigen – um möglichst bald wieder für die Nationalmannschaft Gegner austanzen zu können, wie er sich selbst vorgenommen hat: „Ich will zurück in die Nationalmannschaft – und unbedingt zur EM.“ · ck

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