Die Trends nach 100 Tagen Dutt

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Nils Petersen will mit Werder wieder Angst und Schrecken verbreiten. ·

Bremen - Heute ist Jubiläum: Seit 100 Tagen wirkt Robin Dutt bei Werder Bremen. Am 28. Juni leitete er sein erstes Training, nun ist die 100 voll. Was der Coach schon erreicht hat?

Werder steht nach sieben Spieltagen wider Erwarten nicht in unmittelbarer Nähe der Abstiegsplätze. Werder kann – jedenfalls ab und an – wieder richtig gut verteidigen. Drei Partien ohne Gegentor belegen das. Und neuerdings schießt Werder auch wieder Tore. Zuletzt trafen die Sorgenkinder Nils Petersen (gegen den HSV) und Eljero Elia (gegen den 1. FC Nürnberg Nürnberg) jeweils doppelt.

Positive Trends, die Dutt eingeleitet hat. Doch reicht das schon, um heute (15.30 Uhr) beim VfB Stuttgart bestehen zu können? Bei den Schwaben hat ein Trainerwechsel noch mehr bewirkt als bei Werder. Bruno Labbadia musste nach dem dritten Spieltag gehen – seither geht es aufwärts. „Schlechter“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic im Gespräch mit dieser Zeitung, „wäre es auch nicht mehr gegangen.“ Unter Labbadia-Nachfolger Thomas Schneider ist der VfB in der Liga noch ungeschlagen, hat aus vier Partien zehn Punkte geholt. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Mannschaft hat eine gute Qualität“, meint Bobic.

Dennoch zittert er heute vor Werder und dessen Trainer Robin Dutt. „Ihn zu holen, war eine sehr gute Wahl der Bremer“, sagt der Ex-Nationalspieler, der zu Dutt ein besonderes Verhältnis pflegt (wir berichteten): „Ich stehe ihm näher als anderen, das kann man schon so sagen.“ Und Bobic weiß: Dutt-Teams sind gefährlich. „Bei Bremen weiß man nie, was kommt. Man muss immer damit rechnen, dass die Mannschaft richtig einen raushaut“, sagt der 41-Jährige.

Genau das hat Werder vor. Speziell die Offensive fühlt sich aktuell wie neu geboren. Petersen-Doppelpack nach 1 366 torlosen Minuten, Elia-Doppelpack nach einer Durststrecke von 3 356 Minuten – „es wäre schön“, meint nun Mittelstürmer Petersen, „wenn der Gegner bald wieder Angst vor uns haben muss. Darauf hat der Trainer ja hingearbeitet.“ 100 Tage lang. · csa/ck

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