Trauriger Naldo verliert seinen Optimismus

Betrübt: Naldo weiß nicht, wann er wieder fit sein wird.

Werder-Bremen · Naldo ist eigentlich ein fröhlicher Mensch. Und trotz seiner langwierigen Knieverletzung hatte der Bremer Abwehrspieler in den vergangenen Monaten immer ein Lächeln auf den Lippen.

Das war gestern Mittag ganz anders. Als der 28-Jährige zusammen mit seinem Teamkollegen Wesley die Werder-Geschäftsstelle verließ, war sein Blick wie versteinert. Tiefe Enttäuschung sprach aus seinen sonst so fröhlichen Augen. Nachdenklich, in sich gekehrt, wortkarg, deprimiert – so kennt man den Brasilianer nicht.

Der Frust hatte einen guten Grund. Naldo und Wesley (Sehnenanriss im Oberschenkel) hatten kurz zuvor von Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski und Trainer Thomas Schaaf erfahren, dass sie nicht mit ins Trainingslager nach Belek reisen. Aus medizinischen Gründen sollen die beiden Brasilianer ihre intensive Reha in Bremen fortsetzen, weil dort bessere Bedingungen herrschen.

Also wieder ein Rückschlag für Naldo, der in der Weihnachtspause in Brasilien trainiert und insgeheim vielleicht auch die Hoffnung gehabt hatte, jetzt für die Dauer des Trainingslagers in seine Heimat zurückkehren zu dürfen – so wie man es vor einigen Jahren mal Diego erlaubt hatte, als der Spielmacher an Schambeinproblemen litt.

Doch Naldo bleibt wie Wesley in Bremen. Womit sich auch eine baldige Rückkehr ins Mannschaftstraining zerschlagen haben dürfte. Das Knie ist anscheinend doch noch nicht den Belastungen eines Trainingslagers gewachsen. Dabei hatte Naldo alle Hoffnungen in Belek gesetzt. Dementsprechend groß war nun die Enttäuschung, die langsam in Resignation umzuschlagen droht. „Ich verliere nie meinen Optimismus, aber mit jedem Monat, in dem ich verletzt bin, wird er etwas weniger“, seufzte Naldo: „Sieben Monate sind eine verdammt lange Zeit. Aber jetzt ist ein neues Jahr – und ich hoffe, dass es bald für mich weitergeht. Vielleicht habe ich ein bisschen zu früh mit der Belastung angefangen.“

Neben Naldo und Wesley („Ich habe noch ein bisschen Schmerzen“) fehlen in Belek noch zwei weitere Profis: Christian Vander (Schambeinentzündung) und Sebastian Boenisch (Knorpelschaden im Knie) setzen in Bremen ihre Reha fort.

Gute Nachrichten gab’s dagegen von Tim Borowski (Sprunggelenksverletzung) und Claudio Pizarro (muskuläre Probleme im Oberschenkel). Sie absolvierten gestern Morgen in Bremen den Laktattest zum Auftakt der Vorbereitung ohne Probleme und saßen am späten Nachmittag im Flieger Richtung Türkei. „Bei Claudio sieht es schon sehr gut aus“, sagte Co-Trainer Wolfgang Rolff: „Tim hat den Test ebenfalls gut gemeistert. Nun müssen wir noch abwarten, ob es eine Reaktion auf die Belastung gibt.“

Abwehrspieler Petri Pasanen musste den Laktattest zwar wegen einer Erkältung absagen, ist aber zusammen mit 27 anderen Spielern nach Belek geflogen. An Bord waren auch die U-23-Kicker Pascal Testroet, Lennart Thy, Dominik Schmidt, Bernd Düker, Onur Ayik, Clemens Schoppenhauer, Leon-Aderemi Balogun, Felix Kroos und Florian Trinks.

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