Aber: Ohne Wolf nach Leverkusen / Schaaf: Pizarro wenigstens im Kader

Traumstart, Teil zwei? Werder will nächsten Sieg

Im Training kickten sie noch gegeneinander, morgen könnten Sebastian Prödl (li.) und Per Mertesacker aber gemeinsam die Bremer Innenverteidigung bilden. ·

Bremen - Sebastian Prödl passierte, was einem Innenverteidiger besser nicht passieren sollte: Er wurde überrumpelt. Allerdings nicht auf dem Platz, sondern vor dem Stadion. Journalisten überfielen ihn mit der Frage, ob er bereit sei für seinen Einsatz am Sonntag bei Bayer Leverkusen.

„Ja, aber wieso denn?“, wunderte sich Prödl, der nicht wusste, dass Trainer Thomas Schaaf kurz zuvor den überraschenden Ausfall von Andreas Wolf verkündet hatte. „Ah“, nun verstand Prödl, äußerte sein Mitgefühl für den Kollegen und gab zu verstehen: Wenn er nicht kann, kann ich. „Ich fühle mich fit.“

Damit bestätigte der Österreicher die Eindrücke seines Trainers. Schaaf hatte zuvor nur kleine Bedenken geäußert, Prödl für den durch einen Muskelfaserriss im Oberschenkel gestoppten Wolf zu bringen und ihm damit zum Bundesliga-Comeback zu verhelfen. „Er ist schon längere Zeit im Training und hat sich zuletzt konstant verbessert“, erklärte Schaaf und zog den Vergleich mit Naldo, der wie Prödl (Muskelbündelriss am Gesäß im März) an seiner Rückkehr arbeitet: „Sebastian ist näher dran.“

Eine Alternative wäre der Grieche Sokratis. Beim Auftaktsieg gegen Kaiserslautern wurde der gelernte Innenverteidiger rechts in der Viererkette eingesetzt. Dass es auch morgen dabei bleibt, ist nicht unwahrscheinlich. Denn der eigentliche Rechtsverteidiger Clemens Fritz wird nach seiner überzeugenden Vorstellung gegen den FCK weiter im defensiven Mittelfeld gebraucht. Dort ist der Ausfall von Philipp Bargfrede (Oberschenkel- und Hüftprellung) wohl nicht abzuwenden. Einschätzung Schaaf: „Es wird mehr als eng.“

Soweit die schlechten Nachrichten, jetzt die gute: Torjäger Claudio Pizarro wird heute mit nach Leverkusen fahren. „Es sieht so aus, dass er wenigstens im Kader stehen wird“, erklärte Schaaf, der die Frage „Bank oder Startelf“ aber noch überdenken will.

Klar ist: Mit einem Pizarro in Normalform wird es deutlich leichter, das gesteckte Ziel zu erreichen. Welches lautet: Den guten Start bestätigen und mit den nächsten drei Punkten veredeln! „Wir wollen den optimalen Auftakt. Es reicht nicht, nach einem Sieg wieder aufzuhören“, forderte Linksverteidiger Lukas Schmitz, der mit dieser Aussage gute Chancen hat, von Coach Schaaf zum Musterschüler des Monats ernannt zu werden. Der 50-Jährige will ebenfalls nur eins: „Punkte holen, damit wir schnell in eine Sicherheit kommen.“

In eine Sicherheit, von der Vize-Meister Bayer Leverkusen derzeit Lichtjahre entfernt ist. Zwei Spiele, zwei Niederlagen, dazu das Ballack- und das Torwart-Problem (siehe Text unten) – der Champions-League-Teilnehmer ist früh in Schieflage geraten. Für Thomas Schaaf ist das aber kein Grund zu frohlocken: „Es gibt zwar eine Menge Störfaktoren bei Leverkusen. Aber das Team wird sich gegen die aktuelle Situation wehren und bestimmt nicht hängen lassen.“ · csa

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