Wegen Schaaf-Abschied: Gänsehaut-Garantie schon vor dem Heimauftakt gegen Augsburg

Der Traum vom Sechser

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Heute nochmal im Fokus: Thomas Schaaf

Bremen - Noch bevor heute Nachmittag der Ball rollt, wird es spannend: Was haben sich die Werder-Fans ausgedacht, um Ex-Coach Thomas Schaaf zu verabschieden? Um 15.20 Uhr soll vor der Partie gegen den FC Augsburg die größte Choreographie steigen, die das Weserstadion je gesehen hat.

Bis auf die Gäste-Fans sollen alle Zuschauer mitmachen. Einziger Wermutstropfen: Schaaf, der im Mai nach 14 Jahren als Werder-Coach gehen musste, ist nicht dabei, hat aber wenigstens grünes Licht für die Fan-Aktion gegeben.

Genauso wie sein Nachfolger Robin Dutt, der von den Fans extra gefragt worden war. „Das hat sich Thomas verdient. Ich stehe zu 100 Prozent dahinter“, sagt Dutt. Er macht sich auch keine Sorgen, dass sich die Gänsehaut-Atmosphäre negativ auf das Spiel seiner Mannschaft auswirken könnte: „Es wird danach ja keine zehn Schweigeminuten geben . . .“

Nein, denn auf dem Feld soll es krachen. Werder will den guten Start in Braunschweig (1:0) vergolden. „Der Sieg hat uns gut getan, die Spieler sind freier geworden. Wir haben im Training viel gelacht. Es wäre ein Traum, mit einem Sechser in die Saison zu starten“, meint Dutt. Das Problem: Werder hat noch nie in der Bundesliga gegen Augsburg gewonnen. „Das sollte keine Rolle spielen“, meint Dutt, warnt aber trotzdem: „Ohne Augsburg jetzt künstlich stark reden zu wollen: Wir müssen vor dieser Mannschaft Respekt haben.“ Vielleicht sei der Name Augsburg nach erst zwei Spielzeiten in der Bundesliga noch nicht so klangvoll, die einzelnen Spielernamen seien es dagegen schon, behauptet Dutt und zählt auf: „Paul Verhaegh war gerade bei der niederländischen Nationalmannschaft, Ragnar Klavan ist Kapitän von Estland. Halil Altintop haben sie dazugeholt. Und vorne ist Sascha Mölders, ein absoluter Mentalitätsstürmer.“ Der heute fast das Werder-Trikot getragen hätte. Doch die Augsburger Ablöseforderung von drei Millionen Euro für den 28-Jährigen war den Bremern viel zu hoch. Mölders blieb – und bekam jetzt in dem Argentinier Raul Bobadilla namhafte Konkurrenz. Der Ex-Gladbacher wechselte am Donnerstag vom FC Basel zu den Schwaben und soll heute schon im Kader stehen. · kni

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