Petersen wirft den Mainz-Ballast ab

Ein Tor wie in Trance

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Robin Dutt schließt Nils Petersen nach dem Spiel gegen Hoffenheim in die Arme. Dem Stürmer fiel eine zentnerschwere Last von den Schultern.

Bremen - Es hatte immer noch ganz tief in seinem Hinterkopf gesteckt, dieses unsägliche Eigentor aus dem Spiel gegen Mainz. Doch als Nils Petersen am Samstag in der 92.

Minute die Flanke von Franco Di Santo direkt vor die Füße fiel, da dachte der 25-jährige Werder-Stürmer „nicht mehr an dieses Missgeschick. Ich habe wie in Trance einfach geschossen.“ Und damit setzte Petersen nicht nur das Ausrufezeichen hinter den 3:1-Sieg der Bremer über Hoffenheim, er ballerte sich mit seinem siebten Saisontor auch eine große Last von der Seele.

Petersen hatte sich rehabilitiert, die bösen Mainzer Geister vertrieben. „Mir hing das schon sehr nach“, sagte er, „als Stürmer passieren einem solche Eigentore ja selten.“ Petersen hatte sich in den Tagen danach abgeschottet, wollte Abstand gewinnen und die Häme auch nicht lesen, die über ihn ausgeschüttet wurde. „Ich habe aber auch sehr viel Aufmunterung von Fans bekommen“, erzählte Petersen, „das ist in so einer Lage dreimal so viel wert. Und denen wollte ich gerne etwas zurückgeben.“

Auch Trainer Robin Dutt hatte nach dem Fauxpas sofort das Gespräch mit dem Pechvogel gesucht, der gegen Hoffenheim nur als Joker fungierte. „Der Trainer hat mir gesagt, dass ich wichtig bin“, sagte Petersen, „das hat mich gepusht.“ Der Befreiungsschlag gelang – eine Minute nach seiner Einwechslung – und war zudem sein erstes Heimspieltor seit dem 16. Februar 2013 (beide Treffer beim 2:3 gegen Freiburg). „Das Tor ist wichtig für mich“, sagte Petersen erleichtert, „aber der Sieg ist es noch mehr.“  phi

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