Eichin: „Wichtige Phase für das Trainerteam“

Kalter Empfang in Belek

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Mit Handschuhen und Mütze schützte sich Viktor Skripnik beim ersten Training gegen die Kälte.

Belek - Sagen wir es so: Wegen des Wetters hätte Werder Bremen nicht nach Belek reisen müssen. Als die Mannschaft gestern am späten Nachmittag die erste Einheit des Trainingslagers absolvierte, kam ein schneidender Wind auf, die Temperaturen sackten mit einbrechender Dunkelheit von erträglichen acht Grad auf gefühlt unter Null. Mit Handschuhen ausgerüstet und bibbernd stand Trainer Viktor Skripnik nach dem nur einstündigen Aufgalopp vor den Medien und fand trotz der Kälte alles super: „Das Hotel ist gut, die Trainingsplätze sind es auch.“ Und das Wetter? Nicht so wichtig. „Wir sind hier, weil wir uns konzentriert auf die Rückrunde vorbereiten wollen, nicht um Urlaub zu machen“, meinte Skripnik.

Zum ersten Mal leitet er ein Trainingslager der Bundesliga-Mannschaft, zum ersten Mal hat er richtig Zeit, mit der Mannschaft zu arbeiten. Und diese Zeit muss er nutzen. „Das ist jetzt eine ganz wichtige Phase für das Trainerteam. Jetzt ist die Gelegenheit, Maßnahmen zu ergreifen. Hier können alle bis in die Nacht zusammensitzen, um die Baustellen zu bearbeiten“, formuliert Geschäftsführer Thomas Eichin die Erwartungen an die acht Tage in Belek.

Und es gibt reichlich zu tun für Skripnik und seinen Co-Trainer Torsten Frings. Über allem steht der Auftrag, die Defensivarbeit des gesamten Teams zu verbessern. 39 Gegentore in der Hinrunde sind schließlich ein extrem schlechter Wert. Skripnik will aber noch mehr. Er will der Mannschaft „Plan B“ beibringen – soll heißen: Ein anderes taktisches System als die Raute, in dem Werder sicher und selbstverständlich agieren kann. Das hatten auch seine Vorgänger Thomas Schaaf und Robin Dutt versucht. Vielleicht gelingt es jetzt endlich.

Die Voraussetzungen vor Ort sind – abgesehen vom Wetter, das sich allerdings bis zum Wochenende stetig bessern soll – exzellent. Skripnik kann auf zwei Trainingsplätzen arbeiten lassen. Im Fünf-Sterne-Hotel Regnum Carya ist alles geboten, was benötigt wird. Und die drei Testspiele finden alle auf der Anlage des Bremer Teamhotels statt, weite Fahrten durchs Hinterland von Belek entfallen damit.

Notiz am Rande: Mit dem aktuellen Trainingsplatz hat Werder eine Vorgeschichte. Hier geriet vor drei Jahren das Testspiel gegen AZ Alkmaar unter Manipulationsverdacht. Werder gewann damals 2:1, das Spiel dauerte jedoch stolze 100 Minuten, weil ein bulgarischer Schiedsrichter nicht nur unter falscher Identität pfiff, sondern offenbar auch ein Interesse daran hatte, dass die Partie unentschieden endet.

csa

Reise ins Trainingslager

Das Hotel der Werder-Spieler im Trainingslager in Belek

Erstes Training in Belek

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