Frauen-Bundesliga als spannende Herausforderung,

„Es wird ein Lehrjahr, egal wie es ausgeht“

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Werder Bremens Trainer Steffen Rau

Bremen - Von Astrid Labbert. Sechs Wochen Vorbereitungszeit hat er und wirkt entschlossen: Werders neuer Frauen-Trainer Steffen Rau will sein Team möglichst schnell in den Erstligamodus bringen. Er weiß um die Schwere der Aufgabe.

„Machen wir uns nix vor: Es wäre Quatsch, wenn ich jetzt sage, dass wir gegen Wolfsburg oder Potsdam Hurrafußball spielen“, sagt Rau. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass in der ersten Liga die Gangart ein bisschen härter ist und die Zweikämpfe energischer geführt werden.“ Damit ist der Trainingsauftrag der nächsten Wochen schon grob umschrieben.

Routiniert und realistisch wirkt der 45-Jährige, der zum einen viel Erfahrung im Frauenfußball mitbringt: 13 Jahre lang war er beim Landesverband Sachsen-Anhalt tätig, vier Jahre lang Trainer des Zweitligisten Magdeburger FFC. Bei Werder soll er nun nicht nur am Klassenerhalt arbeiten, sondern auch das sportliche Gesamtkonzept der jungen Abteilung weiterentwickeln, an der Seite von Abteilungsleiterin Birte Brüggemann. Die Zwei kennen sich bereits seit 2006, als sie gemeinsam den DFB-Fußball-Lehrer-Lehrgang absolvierten. Hinsichtlich der Aufgabe in der Bundesliga ist klar: „So schwer das wird: Wir werden alles daran setzen, den Klassenerhalt zu schaffen. Das ist für uns alle eine ganz spannende Herausforderung.“

Was Rau nicht mitbringt, ist Erstligaerfahrung. Ebenso geht es dem Großteil seines Kaders. Mulmig wird es dem Trainer dabei nicht. „Sicherlich bringt die Mannschaft schon eine ganze Menge mit, sonst hätte sie den Aufstieg nicht geschafft. Darauf wollen wir aufbauen.“ Spielerinnen wie Stephanie Goddard und Marie-Louise Eta, die Bundesligaerfahrung bei Clubs wie FCR Duisburg und Turbine Potsdam gesammelt haben, und auch Lisa-Marie Scholz sollen dabei eine Führungsrolle übernehmen. „Wir trauen ihnen das zu.“ Um sie gruppiert sich ein Kader, der das erhöhte Tempo erst einmal kennenlernen muss. Hätte sich Rau weitere Neuzugänge gewünscht? Zum jetzigen Zeitpunkt sei das nicht zu beantworten, sagt er. „Ich denke, der Kader ist absolut in Ordnung.“

Um die in Liga eins wartenden Herausforderungen zu meistern, wird das Trainingspensum erhöht: Zu den vier Einheiten am Abend kommen zwei, drei Vormittagseinheiten pro Woche, so Rau. Der Club schließt damit zum Ligaschnitt auf. Bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten VfL Bochum am 22./23. August bleibt dem Coach Zeit, sein Team zu formen. Dass in der eine Woche später startenden Bundesliga vor allem eine gute Defensive gefragt sein wird, steht außer Frage. , sagt Rau.

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