Schaaf wird in Suche nach Allofs-Nachfolger eng eingebunden

Für wen offnet sich bei werder die Tür? Trainer Schaaf soll stark in die Suche eingebunden werden.

Bremen - Werder Bremens Trainer Thomas Schaaf soll in die Suche nach einem Nachfolger von Klaus Allofs „eng eingebunden“ werden. Das kündigte am Mittwoch Willi Lemke an, der Vorsitzende des Aufsichtsrates.

 „Wir arbeiten ab sofort mit Hochdruck daran“, erklärte Lemke. Der Fußball-Bundesligist benötigt durch Wechsel des 55 Jahre alten Fußball-Managers zum VfL Wolfsburg einen neuen Sportchef und einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung; Allofs hatte die Jobs zuletzt in Personalunion ausgeübt. „Ich tendiere eher dazu eine Zweier-Lösung zu machen, sagte Lemke und betonte: „Klaus Allofs hinterlässt riesige Fußspuren.“

Mit Allofs Weggang endet in Bremen eine Phase von seltener Kontinuität. Der Manager arbeitete seit Oktober 1999 bei Werder in verantwortlichen Positionen, zunächst als Vorstandsmitglied, zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung. Jetzt wird er beim VfL Wolfsburg Nachfolger des am 25. Oktober entlassenden Felix Magath als Geschäftsführer Sport. Allofs soll unbestätigten Berichten zufolge sein Gehalt auf rund drei Millionen Euro pro Jahr verdoppelt haben und hat zudem bei Transfers mehr Geld als in Bremen zur Verfügung. Am vergangenen Donnerstag waren die ersten Spekulationen über den bevorstehenden Wechsel aufgekommen.

Allofs selber hatte dabei nicht immer ein gutes Bild abgegeben und mehrfach ein Angebot des VfL und Gespräche mit den Wolfsburgern dementiert. Der Manager hatte aber auch gesagt, dass es im Fußball ganz schnell gehen kann. Und so kam es dann auch. Werder benötigt nun einen neuen Sportchef und einen neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung; Allofs hatte die Jobs zuletzt in Personalunion ausgeübt. „Wir haben ein Anforderungsprofil für einen Nachfolger erstellt“, sagte Werders Aufsichtsrats-Chef Willi Lemke: „Über Namen möchten wir zu diesem Zeitpunkt aber nicht sprechen.“

Klaus Allofs: Seine Zeit bei Werder Bremen

Klaus Allofs: Seine Zeit bei Werder Bremen

Als Topkandidat wird in Bremen neben Frank Baumann auch Dietmar Beiersdorfer gehandelt. Doch der arbeitet derzeit als Sportdirektor beim russischen Fußball-Erstligisten Zenit St. Petersburg. „Dazu möchte ich mich nicht äußern“, antwortete Beiersdorfer am Mittwoch auf die Frage nach seinen Kontakten zu Werder. Die Bremer Profis zeigten sich am Mittwoch wenig überrascht. „Wir konnten uns ja einige Tage darauf vorbereiten“, sagte Stürmer Nils Petersen: „Jetzt müssen wir damit umgehen.“

Mit Blick auf das Nordderby am 24. November sagte Torwart Sebastian Mielitz: „In zwei Woche sehen wir uns schon wieder.“ Spieler und Offizielle des VfL Wolfsburg freuen sich indes auf den Wechsel. „Ich bin sehr glücklich“, kommentierte der brasilianische Mittelfeldspieler Diego: „Er ist einer der besten Manager Deutschlands.“ Der von Allofs ebenfalls nach Deutschland geholte Verteidiger Naldo sagte: „Es ist gut für uns alle, dass er kommt.“ Der Brasilianer fügte an: „Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach für ihn ist, weil er lange in Bremen war.“

Allofs zukünftiger Geschäftsführer-Kollege Thomas Röttgermann meinte: „Wir freuen uns, dass er nach Wolfsburg kommt. Er ist ein profilierter Manager, der uns weit nach vorne bringen wird.“ Neben Röttgermann gehört Wolfgang Hotze zur VfL-Geschäftsführung. Hotze fungiert auch als Sprecher des Gremiums. Dass Werder-Trainer Thomas Schaaf seinem langjährigen Kollegen zum VfL folgt, gilt als unwahrscheinlich. Der Bremer Coach wollte sich am Mittwoch nicht äußern. Röttgermann hatte einen Schaaf-Wechsel zu Beginn der Woche dementiert. Magath-Nachfolger als Trainer ist derzeit Lorenz Günther-Köstner. „Die Klarheit ist das Wichtigste“, sagte der Coach zum vollzogenen Allofs-Transfer und lobte seinen neuen Kollegen: „Klaus bringt viel Erfahrung mit. Die Zusammenarbeit muss sofort stattfinden.“

 Erst im Dezember des vergangenen Jahres hatten Allofs und Schaaf neue Verträge bei Werder unterschrieben, der Kontrakt des Geschäftsführers galt bis 2015. Das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg 2004 und sechs Champions-League-Teilnahmen innerhalb von sieben Jahren gehören zur Erfolgs-Bilanz der beiden. Zuletzt verpasste Werder jedoch zweimal hintereinander den internationalen Wettbewerb - genau wie der VfL Wolfsburg. dpa

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Werder-Training am Sonntag

Werder-Training am Sonntag

Januar-Auktion des Hannoveraner Verbandes Verden

Januar-Auktion des Hannoveraner Verbandes Verden

So ergreifend war das erste Spiel von Chapecoense nach dem Flugzeug-Absturz

So ergreifend war das erste Spiel von Chapecoense nach dem Flugzeug-Absturz

Meistgelesene Artikel

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Rot für Drobny und andere Dummheiten

Rot für Drobny und andere Dummheiten

Fritz: "Müssen uns über die Niederlage ärgern"

Fritz: "Müssen uns über die Niederlage ärgern"

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Kommentare