Trainer ärgern die vielen Pizarro-Fragen

Skripnik ist nur noch genervt

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Viktor Skripnik schmeckten die Fragen der Journalisten überhaupt nicht.

Bremen - Was er von Cladio Pizarro hält? „Ein super Spieler und guter Freund“, sagt Viktor Skripnik über den Mann, der bei Werder Bremen wieder in aller Munde ist. Die Rückholaktion ist gestartet – und es ist davon auszugehen, dass das nicht ohne den Segen des Cheftrainers geschieht. Aber Skripnik weigert sich standhaft, das Thema Pizarro öffentlich zu behandeln. „Nicht meine Baustelle, fertig!“, erklärte er gestern vor Journalisten.

Es ist eine Ausflucht, der Versuch, nichts sagen zu müssen zum heißesten Werder-Thema des zu Ende gehenden Sommers. Aber so leicht kommt Skripnik nicht davon. Die Nachfragen prasseln auf ihn ein, und jede einzelne potenziert das Genervtsein des Trainers. „Für mich zählen die Fakten. Wenn es Fakt ist, unterhalte ich mich gerne darüber“, wiegelt er ab. Jetzt möchte er aber nicht über den ehemaligen Mitspieler (von 1999 bis 2001 standen Pizarro und Skripnik gemeinsam im Bremer Kader) und dessen mögliches drittes Werder-Engagement sprechen. „Ich bin informiert, aber ich will mich nicht äußern“, sagt er. Dass in der Öffentlichkeit dennoch aufgeregt über das Thema diskutiert wird, störe ihn dagegen überhaupt nicht: „Wenn ich aber in den Medien lese, dass die Sache ganz ernst ist, kann ich das leider nicht bestätigen.“

Aber Skripnik würde sowieso nichts bestätigen. Er windet sich um verwertbare Aussagen herum, während seine Laune immer schlechter wird. Zwischendurch rutschen ihm Sätze heraus, die Zweifel aufkommen lassen, wie sehr er sich einen Claudio Pizarro tatsächlich im Kader wünscht. Die Personalplanung – speziell im Sturm – sei grundsätzlich abgeschlossen, erklärt der 45-Jährige. Franco Di Santo und Davie Selke gingen, Anthony Ujah und Aron Johannsson kamen. „Ich habe meine Wunschspieler bekommen. Wir haben zwei Stürmer neu verpflichtet, wir haben genug Stürmer. Was soll ich jetzt noch erzählen?“, fragt der 45-Jährige. Er erzählt nichts mehr, sondern verlässt die Runde. Sauer über zu viele Pizarro-Fragen.

csa

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